Neue Partnerschaft : Bond bald in Berlin?

Bond goes Berlin! Das Ausrufezeichen ist ein wenig verfrüht, andererseits stehen jetzt die Chancen auf einen James-Bond-Dreh in der Hauptstadt so günstig wie nie. Studio Hamburg und Pinewood kooperieren.

Die Londoner Pinewood Studios, bislang Produzent aller 007-Abenteuer, haben mit Studio Hamburg das Joint Venture „Pinewood Studio Berlin Film Services“ auf 50:50-Basis gegründet, um zukünftig Studios und Produktionsservice für internationale Kinofilme in Deutschland anzubieten. Am Standort Berlin-Adlershof verfügt Studio Hamburg über zwei kinotaugliche Einheiten.

Robin Houcken, Geschäftsführer Studio Hamburg, erklärte am Mittwoch beim Pressegespräch in Berlin, sein Unternehmen sei „sehr glücklich darüber, mit Pinewood einen Partner zu haben, der für Qualität, Wachstum und letztlich auch große Kinotradition steht“. Der Schwerpunkt von Studio Hamburg liegt auf der Fernsehproduktion, als Atelierdienstleister wurden im Studio Berlin Filme wie „Resident Evil“ betreut.

Bei den Pinewood-Studios stellt Kino weit vor dem Fernsehen das Hauptgeschäft dar, zu den letzten Erfolgsproduktionen gehören „Harry Potter und der Halbblutprinz“ oder „Slumdog Millionaire“. Vorstandschef Ivan Dunleavy sagte, das Joint Venture sei ein weiterer Schritt, „die Marke Pinewood weltweit zu etablieren“.

Neben gegenseitiger Wertschätzung verbinden die Partner unterschiedliche Ziele, die allerdings gemeinsam erreicht werden sollen. Studio Hamburg will wegen des stagnierenden Fernsehmarktes ins Kinogeschäft, Pinewood Studios wollen via Deutschland in Kontinentaleuropa Fuss fassen. Worauf beide schielen, das ist der Deutsche Filmförderfonds, der jährlich 60 Millionen Euro für Kinoproduktionen in Deutschland ausschüttet. jbh

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