Neue TV-Reihe : Bosse unter Begutachtung

Sabine Christiansen kehrt zurück auf den Bildschirm. Auf n-tv porträtiert sie Manager und ihre Märkte. Warum die ehemalige ARD-Talkerin dabei um Schreibtische einen großen Bogen machen will.

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Überall, nur nicht am Schreibtisch will Sabine Christiansen sitzen, um Interviews für ihr neues Format zu führen. „Chefsache – Manager, Marken, Märkte“ heißt die Sendung, die sie ab Montagabend zusammen mit dem Journalisten und Medienmanager Christoph Keese auf n–tv moderiert. Aus ungewöhnlicher Nähe wollen Keese und Christiansen Firmenchefs porträtieren. Den Auftakt macht ein Beitrag über Jochen Zeitz, den scheidenden Vorstandschef des Sportartikelherstellers Puma. Christiansen und Keese haben ihn am Firmensitz in Herzogenaurach getroffen, nach Paris und Kenia begleitet.

„In Deutschland wird viel zu oft über Manager gesprochen anstatt mit ihnen“, sagt Christiansen. Die 53-Jährige kehrt mit der Sendung nach längerer Pause auf den Bildschirm zurück. Nachdem sie 2007 die ARD-Talkshow „Sabine Christiansen“ beendet hatte, übernahm sie beim Wirtschaftssender CNBC das Format „Global Players“, 2009 moderierte sie auf n-tv „Agenda 09“ und auf Sat 1 eine Talksendung zur Bundestagswahl zusammen mit Stefan Aust. Auch das neue Format, das vorerst bis zum Sommer laufen soll, wird sie mit ihrer Firma TV21 produzieren.

Christiansen und Keese begleiten die Manager auf Geschäftsreisen oder gehen mit ihnen durch die Werke – und müssen dabei aufpassen, sich die Richtung nicht von den PR-Abteilungen vorgeben zu lassen. „Wir fragen alles, was aktuell ist und lassen auch brisante Themen nicht aus. Es sind keine Werbefilme“, sagt Keese. Der 46-Jährige war Chefredakteur der „Financial Times Deutschland“ und der „Welt am Sonntag“, bevor er Geschäftsführer Public Affairs beim Medienkonzern Axel Springer wurde. Nach Zeitz sollen Porträts über Tui-Chef Michael Frenzel und den RWE-Boss Jürgen Großmann folgen. sop/dpa

„Chefsache – Manager, Marken, Märkte“, n-tv, 18 Uhr 30

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