Neuer Intendant gesucht : Jetzt bewerben! ZDF schreibt Chefposten aus

Intendant Markus Schächter will nicht mehr für eine dritte Amtszeit kandidieren. Wie die Suche nach seinem Nachfolger ablaufen soll, hat nun der ZDF-Fernsehrat besprochen.

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Eine freihändige Vergabe soll es nicht geben, genauso wenig wie eine automatische Weitergabe der Senderverantwortung an den bisherigen Programmchef. Die Position des künftigen Intendanten des Zweiten Deutschen Fernsehens soll öffentlich ausgeschrieben werden, sagte Ruprecht Polenz, Bundestagsabgeordneter der CDU und Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates am Freitag nach einer Sitzung des Sendergremiums in Mainz. Zu den Ausschreibungsregeln gehört, dass sich Interessenten selbst bewerben können. Aussichten auf Berücksichtigung haben allerdings nur Bewerber, die zusätzlich von einem Mitglied des Fernsehrates vorgeschlagen werden, ergänzte Polenz. Die Kandidatensuche ist notwendig geworden, nachdem der derzeitige Intendant Markus Schächter angekündigt hatte, nicht mehr für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen und sich im März 2012 zurückzuziehen. Erste Kandidaten können sich möglicherweise bereits im Mai bei einer weiteren Sitzung des Fernsehrates vorstellen. Sollte einer der Kandidaten Aussichten auf die nötige Drei-Fünftel-Mehrheit haben, könne in der Sitzung des Fernsehrates im Juni gewählt werden, sagte Polenz. Berichte, wonach ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut aussichtsreichster Kandidat ist, bestätigte Polenz nicht. Der ZDF-Intendant wird für fünf Jahre gewählt.

Schächter kündigte am Freitag hingegen den Start einer mobilen Applikation für die ZDF-Mediathek im März an. „Wir werden unsere Internetportale schrittweise auch als Apps für die derzeit größten Plattformen, also für Smartphones und Tablet-PCs von Apple und mit Android-Betriebssystemen bereitstellen“, sagte Schächter. Nach der ZDF-Mediathek sollen weitere Apps für heute.de, ZDF.de und die tivi-Videothek im Sommer folgen. Im nächsten Jahr soll auch das Sportangebot von sport.zdf.de mit einer Applikation für die mobilen Endgeräte zur Verfügung stehen. Auf die Einführung einer Applikation für die „Tagesschau“ des Ersten hatten Privatsender und Zeitungsverlage mit heftiger Kritik reagiert und der ARD Wettbewerbsverzerrungen vorgeworfen. sag

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