Neuer Schweiger-"Tatort" : Mehr Tote, mehr Action und ein wenig Liebe

26.10.2012 10:23 Uhrvon
Ermittelt künftig im Tatort: Til Schweiger. Foto: dapd
Ermittelt künftig im Tatort: Til Schweiger. - Foto: dapd

Im Frühjahr 2013 ist es soweit: Til Schweiger ermittelt in der Rolle von Kommissar Nick Tschauder im Hamburger "Tatort". In Hamburg erzählte Schweiger jetzt, was er mit dem ARD-Klassiker vorhat.

Der erste Unterschied ist die Zahl der Toten. Im Premieren-„Tatort“ mit Til Schweiger bleiben nach einer gewaltigen Schießerei drei Zuhälter erschossen im Treppenhaus liegen. Handelsüblich in der ARD-Krimireihe: ein Toter. Dann geht es 85 Minuten in die Fahndung, und um 21 Uhr 44 ist der Täter geständig. Beim Hamburger LKA-Mann Nick Tschauder ist das handelsübliche Schema aufgebrochen. „Schneller, actionreicher, ein ganz anderer Rhythmus“, sagte Regisseur Christian Alvart bei der Pressekonferenz am Donnerstag in Hamburg. Alvart weiß, was er tut, denn er hat schon zwei Kieler „Tatorte“ inszeniert, in der bisher gewohnten Art und Weise.

Wie die schlagkräftigen „Stirb langsam“-Filme wird es nicht werden, wenn die Dreharbeiten in der nächsten Woche in Hamburg beginnen. Aber handfest, sobald Tschauder und sein Kollege Yalcin Gümer (Fahri Yardim) bei ihrem ersten Einsatz zulangen: „und sind sie nicht willig“ ist der Titel des Erstlings, der laut NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber sehr wahrscheinlich im Frühjahr 2013 ins ARD-Programm kommen soll. Selbstverständlich an einem sehr zuschauerträchtigen Termin. Denn der erste „Tatort“ mit Til Schweiger soll Furore machen und möglichst die Zehn-Millionen-Marke knacken. Vier Filme sind für vier Jahre vertraglich vereinbart. Bei Erfolg wolle der Schauspieler „vielleicht auf zwei Krimis pro Jahr erhöhen“.

Gut möglich, dass Tschauder so durch die Hansestadt hetzt, wie sich Schweiger beim Pressetermin gab: T-Shirt, Jeans, Turnschuhe, einer, der redet, wenn er gefragt wird. Ein Bulle handelt, der quatscht nicht. Durch die Gegend hechten möchte er möglichst selbst, gegebenenfalls steht ein Stuntman bereit. Der Kinostar begibt sich aufs TV-Feld, mit Respekt. „Die Fernsehwelt ist mir fremd“, sagte der 48-Jährige. Also beschränkt er sich auf die Schauspielerei. Weder an der Produktion, noch am Drehbuch, noch an der Regie ist Schweiger beteiligt.

Natürlich sei der Star bei allen Entscheidungen eingebunden. Auch dieser „Tatort“ soll ein Schweiger-Produkt werden. Doch bei aller Zurückhaltung ist auch seine Tochter Luna als Filmtochter Lenny dabei. Schweiger begründete das Engagement damit, dass sie dann eine Vater-Tochter-Beziehung spielen könnten, „die wir nicht erst herstellen müssen“.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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