Neuer Sender : DJs fürs Hirn

DRadio Wissen startet am 18. Januar

Markus Ehrenberg

Das nennt man privilegiert: in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten nicht nur ein neues Programm, sondern gleich einen neuen Sender aufmachen. Am 18. Januar soll DRadio Wissen starten, das neben Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur dritte Vollprogramm des 1994 gegründeten Deutschlandradios. Ein neuer Sender, der, so Programmdirektor Günter Müchler, bei allem Qualitätsanspruch der öffentlich-rechtlichen Programmfamilie anders sein soll als die Radio-Klassiker. In der Präsentation all dessen, was wissenswert ist, vom Alltagswissen bis zur Wissenschaft, beispielsweise in viertelstündig neu aufgelegten Rubriken, mit speziellem Fokus auf Themen wie „Globus“, „Medien“, „Agenda“ oder „Natur“. Und auch in der Form, mittels Radiolinks, vergleichbar den Weblinks, oder mit speziellen Soundstreams von prominenten Djs. Das Ganze richte sich „an alle Generationen“, vor allem aber an die sogenannte Generation Podcast, sagt der Leiter von DRadio Wissen, Dietmar Timm. Werbespruch: „Hirn will Arbeit“.

Ein ambitioniertes Unterfangen, auf die Beine gestellt von einer elfköpfigen Redaktion in Köln, ausschließlich finanziert mit bestehenden Mitteln des Deutschlandradios. Über acht Millionen Bundesbürger schalten das Informations- und Kulturprogramm regelmäßig ein. Der Sender hat damit laut Müchler die besten Nutzungswerte in der Geschichte der beiden Programme. Mit dem jungen digitalen Ableger soll das Durchschnittsalter der Zuhörer auf 45 Jahre gesenkt werden (das von DRadio Kultur liegt bei 50 Jahre). Die Zielgruppe ist mit dem Internet aufgewachsen. Der Sender soll online über Internetstreaming verbreitet werden, dazu digital über Kabel und Satellit. Eine UKW-Frequenz wird es für DRadio Wissen gar nicht mehr geben. Markus Ehrenberg

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