Medien : Neuer SFB-Tatort: Berlin soll politischer werden - und lustiger

Uta-Maria Heim

"Ich finde ihn okay", sagt Dominic Raacke zum neuen SFB-"Tatort". Boris Aljinovic nickt. Er ist ein stiller Typ. Das Reden überlässt er Raacke, und der ist zufrieden mit Aljinovics Einstand als Berlin-Kommissar. Jenseits der Kamera geben die beiden ein harmonisches Duo ab. Damit ist es aber vorbei, wenn sie in ihre Rollen schlüpfen, dann sind die Kommissare Till Ritter (Raacke) und Felix Stark (Aljinovic) unerbittliche Gegner. Ihre Waffe ist das Wort, was die Dialoge vergnüglich macht.

Heute abend um 20 Uhr 15 stellt sich das neue Team vor. "Berliner Bärchen" spielt im illegalen Untergrund. Es geht um einen Mord im Dunstkreis einer polnischen Kirchengemeinde, um ein Berlin von Gangstern und zu Einbrüchen benutzten Putzfrauen. Mit Dana Vávrová, Alexander Radszun und Gilbert von Sohlern wurde der Fall bestens besetzt. Nun hofft der hart geprüfte SFB-"Tatort" auf eine neue Spitzenquote: Zuletzt lag er immerhin bei 8,42 Millionen Zuschauern, das entspricht einem Marktanteil von 29,6 Prozent. "Ein Erfolg", betont SFB-Intendant Horst Schättle. Dann hat Stefan Jürgens den "Tatort" verlassen. Kommissar Ritter brauchte einen neuen Kollegen - Boris Aljinovic.

Nun soll der"Tatort" politisch motivierter sein. Justus Boehncke, SFB-Abteilungsleiter Fernsehspiel, kündigt zwei neue Folgen an, die sich mit der "Multikultistadt Berlin" befassen: "Der lange Arm des Zufalls" siedelt sich im deutsch-amerikanischen Milieu an, "Tödliches Spiel" nimmt sich die Jugendkultur vor.

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