Neues Angebot : Zielgruppe: Jung und schlau

D-Radio Wissen soll im Januar 2010 starten. Ziel des neuen Angebots: Es sollen mehr junge Leute erreicht werden.

Joachim Huber
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Mostar:Warum hält diese Brücke? D-Radio wird die Antwort wissen. Foto: dpa

Wissen wird Radio. D-Radio Wissen heißt das Programm, das das Deutschlandradio (DLR) am 1. Januar 2010 starten will. Bisher strahlt der Sender die beiden Programme Deutschlandfunk (DLF) und Deutschlandradio Kultur aus. D-Radio Wissen verfolgt einen doppelten Zweck, sagte Intendant Ernst Elitz beim Pressegespräch in Berlin. Einmal soll mehr junges Publikum gewonnen werden, die Zielgruppe der jungen Erwachsenen, in der Zeitrechnung des DLR sind das Menschen zwischen 40 und 45 Jahren. Das Profil „Wissen“ sei jugendaffin, jungen Leuten sei bewusst, dass Bildung, Ausbildung und Wissenserwerb Voraussetzungen seien für soziale Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung und beruflichen Aufstieg, heißt es in der Programmplanung.

Der einschlägige Wissensbegriff umfasst Forschungsergebnisse aus den Natur- und Geisteswissenschaften, Bildung und Beruf, Geschichte und Literatur, Gesundheit und Ernährung, Umwelt und Verbraucherschutz, Religion und Web-Wissen. All das soll, wie DLR-Programmdirektor Günter Müchler sagte, intensiv auf wichtige politische, wirtschaftliche oder kulturelle Tagesereigniss abgestimmt sein, „zentrale Themen und Begriffe der Agenda erläutern“. Tagesschlau und tiefenschlau, das wird die Klammer für die Inhalte von D-Radio bilden.

Dem Programm wird eine Nachrichtenstruktur eingeschrieben sein. Alle 15 bis 20 Minuten werden aktuelle Informationen die Stundenuhr takten, dazwischen wird themenbezogen gearbeitet. D-Radio Wissen wird dafür die Programmleistungen und das Repertoire von DLF, DLR Kultur sowie des Hörfunks und Fernsehens von ARD und ZDF nutzen, immer getrieben vom Anspruch, den aktuellsten Stand der Erkenntnis zu transportieren. Kooperationen mit weiteren Partnern – Wissensschafts- und Bildungsinstitutionen, Verlagen – werden angestrebt.

D-Radio Wissen wird seine Interessenten über das bestehende DAB-Netz, über digitales Kabel und digitalen Satellit sowie als Internet-Livestream zu erreichen suchen. Sechs Millionen Euro soll das werbefreie und im großen Radio-Business konkurrenzlose Programm aus Köln im Jahr kosten. Joachim Huber

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