Medien : Neues Programm, alte Zuschauer

Eine Woche RBB-Fernsehen: „Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“ bei den Quoten vorn

Joachim Huber

Das neue Fernsehen erzeugt noch keine neuen Fernsehgewohnheiten: Der RBB, seit vergangenem Sonntag mit einem fusionierten Dritten Programm für Berlin und Brandenburg unterwegs, hat dann am meisten Publikum, wenn er die Hauptstädter und die Märker mit getrennten Angeboten versorgt. Die Berliner „Abendschau“ und auf der anderen Seite „Brandenburg aktuell“ wurden in der ersten Sendewoche von keiner Novität im gemeinsamen Programm getoppt. Die regionale Information bleibt der vorrangige Einschaltimpuls. Von diesem „Publikumsfluss“ profitiert auch die „Tagesschau“, die um 20 Uhr parallel mit der ARD ausgestrahlt wird – und davon profitiert wiederum die RBB-Informationsleiste ab 20 Uhr 15. Die neuen Sendungen wie „WAS“, „Klipp und Klar“, aber auch das eingeführte „Quivive“ laufen nicht schlecht. Später bröckelt das Publikum erstaunlich stark ab. Große Ausnahme: die Talkshow „Leute am Donnerstag“. Den Moderatoren Ulla Kock am Brink und Jörg Thadeusz ist es bei der Premiere sogar gelungen, bundesweit Aufmerksamkeit zu erzielen. Die regionale Einschaltquote von 220 000 Zuschauern kletterte deutschlandweit auf 370 000.

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