Medien : Neues von der „Krone“

Hans Dichand lässt sich nicht „an Nasenringen“ vorführen

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Am Donnerstag sollte der Herausgeber und Hälfteeigentümer der „Kronenzeitung“, Hans Dichand, seinem Mitgesellschafter, der Essener WAZGruppe, Rede und Antwort stehen über schrumpfende Erträge unter seiner Geschäftsführung. Erst kündigte der rüstige 82-Jährige an, sich „souverän“ der „Inquisition“ zu stellen. Nun kneift er doch: Wegen eines „längerfristig geplanten Urlaubs“ müsse er leider die von der WAZ einberufene Gesellschafterversammmlung schwänzen, ließ er seinen Anwalt ausrichten. Der Anwalt der Essener nennt das eine „erhebliche Pflichtverletzung“ eines Geschäftsführers, der für seinen Job „noch dazu an die zehn Millionen Euro erhält“.

Dichand zieht es vor, einen Monat später auf einer selbst einberufenen Gesellschafterversammlung Auskunft zu geben. „Man will uns an Nasenringen vorführen“, sagt Dichands Anwalt. Ohne seinen Mandanten sei die WAZ am Donnerstag ohnein nicht beschlussfähig gewesen, sagte er. fid

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