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Neugründung : Stefan Aust: Journalist für alle Zeiten

Der Entwicklungsauftrag für die „Woche“ ist beendet. Aufgeben will Aust dennoch nicht.

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Optimistisch. Ex-„Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust findet, dass sich wirtschaftlich schlechte Zeiten gut für Neugründungen wie sein Magazin „Woche“ eignen. Foto: dpa
Optimistisch. Ex-„Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust findet, dass sich wirtschaftlich schlechte Zeiten gut für Neugründungen wie...Foto: picture-alliance/ dpa

Von schlechter Stimmung oder Bitterkeit keine Spur, Stefan Aust klingt weiter fröhlich und beschwingt – obwohl gerade sein großes Vorhaben gescheitert ist. Zumindest vorerst. Der Ex-„Spiegel“-Chefredakteur will ein neues Magazin namens „Woche“ an den Kiosk bringen. Seit knapp einem Jahr hat er daran im Auftrag der Essener WAZ-Gruppe („Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, „Westfälische Rundschau“, „Westfalenpost“) gearbeitet. Zum Monatsende am Montag läuft der Auftrag nun offiziell aus, beendet wurde die Geschäftsbeziehung allerdings schon Anfang Mai. Überraschend. Denn eigentlich schien es für Aust und sein Magazin gut zu laufen.

Aust hatte sich ein Team zusammengestellt, das in schicken Büros an der Hamburger Elbe fleißig Probeausgaben produzierte – die Lob von WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach bekamen. Der Umzug des Teams nach Berlin war bereits für den Sommer angesetzt, nachdem der Gesellschafterkreis komplett zu sein schien. Die WAZ wollte das Projekt nämlich nicht alleine realisieren, sondern sich nur mit 20 Prozent beteiligen. Der Springer-Verlag („Welt“, „Bild“) bekundete Interesse, 52 Prozent sollte er übernehmen, der Münchner Verleger Dirk Ippen („tz“, „Münchner Merkur“) ebenfalls 20 Prozent und Aust die restlichen acht, hieß es in der Branche. Ippen allerdings sagte dem Tagesspiegel jetzt, „nie richtig involviert“ in das Projekt gewesen zu sein. Springer hingegen schien durchaus angetan von der Idee, „Spiegel“, „Focus“ und „Stern“ mit einem eigenen politisch relevanten Magazin Konkurrenz zu machen – entschied sich am Ende doch gegen das Projekt.

Man bedaure, von „einer attraktiven journalistischen Idee Abstand nehmen zu müssen“, hieß es in der knappen Stellungnahme, die WAZ und Springer Anfang Mai veröffentlichten. Aber „im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld“ habe man sich entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Wie hoch die Entwicklungskosten waren, will die WAZ auf Anfrage des Tagesspiegels nicht sagen.Geschäftsführer Hombach wurde erst Ende der Woche von „Cicero“-Chefredakteur Michael Naumann in einem Interview kritisiert, „gerne das Hohelied des Qualitätsjournalismus“ zu singen, aber beim Blick in die „WAZ“ frage sich Naumann, wo das tolle Feuilleton sei.

Aust macht jetzt alleine weiter – und ist anderer Meinung als die beiden Konzerne. Für Neugründungen seien wirtschaftlich schwierige Zeiten besser als Boomzeiten, sagt er: „Denn wenn am Ende einer Boomzeit die Werbeerlöse einbrechen, bricht man mit ein. Fängt man aber in schwierigen Zeiten an, kann man nur wachsen.“ Wie und mit wem er die „Woche“ realisieren will, sagt er nicht. Die große Aufmerksamkeit in den vergangenen Monaten habe dem Projekt geschadet, ist er überzeugt. Doch dass die Branche genau hinschaut, wenn auf dem kriselnden Printmarkt ein neues, vielversprechendes Magazin gegründet werden soll, dürfte für ihn durchaus nachvollziehbar sein. Zumal, wenn der Ex-Chefredakteur des „Spiegel“ ein neues Wochenmagazin plant. Auch wenn Aust stets betonte, keinen „Anti-Spiegel“, „Gegen-Stern“ oder „Gegen-Focus“ machen zu wollen, sondern ein Magazin, das „durchaus Mainstream“ ist, wie er in einem Interview sagte, und die neuen technischen Möglichkeiten nutzt, für Print, Online und TV .

Da passt es, dass Aust den Nachrichtensender N24 der ProSiebenSat 1 Media AG im Rahmen eines Management-Buy-Outs zusammen mit N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann abkaufen will. Ende Juni könnte entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt. Wie groß seine Erfolgsaussichten sind, will Aust auch in diesem Fall nicht sagen. Eines stehe jedoch schon jetzt fest, sagt Aust: „Ich war Journalist, ich bin Journalist und ich werde Journalist sein.“

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