Medien : „Nichts manipuliert oder fingiert“ Hessischer Rundfunk verteidigt Amazon-Doku

Die ARD-Dokumentation über die Arbeitsbedingungen beim Internet-Versandhändler Amazon ist nach Angaben des Hessischen Rundfunks völlig wasserdicht. In dem Bericht sei nichts manipuliert und fingiert worden, teilte der Sender am Dienstag als Reaktion auf entsprechende Medienberichte mit. „Alle in der Dokumentation aufgeführten Zeugen und schriftliche Belege existieren nachweislich.“ In dem ARD-Beitrag über Amazon waren schlechte Bedingungen für Leiharbeiter gezeigt worden.

In der Dokumentation wurde nach Angaben des Senders lediglich die wahre Identität einer Zeugin bewusst unkenntlich gemacht, um sie vor beruflichen Nachteilen zu schützen. „Der Informant ist bereit, seine Aussagen in einer eidesstattlichen Versicherung zu bekräftigen“, betonte der Sender. Die Vorwürfe der Manipulation stützen sich nach Einschätzung des Senders auf Behauptungen einer Anwaltskanzlei. Der Sender prüft nun, ob er mit rechtlichen Schritten gegen die Darstellung vorgeht. Die ARD-Doku „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ war Mitte Februar ausgestrahlt worden und hatte heftige Debatten ausgelöst. dpa

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