Medien : Nie wieder „Rudi ratlos“!

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Herr Bator, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Rudi ist raus. Endgültig. Gehuldigt wurde seiner undankbaren Aufgabe als Teamchef bei der EM mit einer wahren Flut von multimedialen Schlagzeilen und Kommentaren. Was ich in diesem Zusammenhang nur noch schwer lesen und hören mag, sind die immer gleichen Wortspiele zur Person: „Rudi ratlos, torlos, kopflos …“ Und jetzt auch noch: „…Job los.“ Gar nix los. Liebe Journalisten, bitte künftig etwas kreativer, aber das Thema Völler hat sich nun ja ohnehin erledigt.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Noch einmal zum Fußball: Otto „Rehakles“ hat mit seiner Mannschaft richtig Gas gegeben. NDR2, das Radioprogramm mit den meisten Hörern im Norden, stieg charmant drauf ein. In einem Gespräch mit dem griechischen Botschafter in Berlin radebrechte dieser, dass Otto – als Dank für seine Leistungen als Trainer – im dicksten Athener Stadtverkehr künftig auf der Busspur fahren dürfe. Eine Statue für den neuen „König der Griechen“ gebe es noch gratis dazu. Mehr davon. Ich verneige mich.

Marc Bator, 31,

ist Sprecher von

„tagesschau“ und

„tagesthemen“. Er

gehört dem ARD-Aktuell-Team seit vier Jahren an. Vorher war er in „ran“ zu hören.

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