Medien : Nonstop Nonsens

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FERNSEHMUSEUM

„Palimm Palimm! – Guten Tag, ich hätte gerne eine Flasche Pommes.“ Wenn mein Vater diesen Satz hört, dreht er auf. Er war früher großer Didi-Fan. Vielmehr ist er es heute noch, denn er kann mir auch jetzt noch fast jeden Sketch detailgetreu nacherzählen. 27 Jahre ist es her, dass die erste Folge von „Nonstop Nonsens“ ausgestrahlt wurde und Dieter Hallervorden damit Fernseherfolge feierte. Zwanzig Folgen à 28 Minuten wurden von 1975 bis 1980 in der ARD gesendet. Die Folgen wurden regelmäßig wiederholt. Bald kannte auch ich die Sketche auswendig.

Zum Beispiel den mit der Kuh Elsa, der netten braunen Kuh, die nach dem Melken immer den Eimer umstößt. In diesem Sketch ist Didi ein Butler, der seinem Chef, einem Besitzer von über tausend Tieren, ausführlich vom tragischen Ableben der lieben Kuh Elsa erzählt. Und erst nach dieser für den Butler wesentlichen Nachricht erzählt er nebenbei, dass noch die ganze Scheune abgebrannt ist, in der sich zufällig auch die Frau des Chefs befand. Ein makabres Ende, aber damals fanden wir den Sketch gut.

In jeder Folge spielte Hallervorden verschiedene Figuren. Eines war allen gemein: Es ging alles schief, was schief gehen konnte. Manche Slapstick-Einlagen wirkten zwar bemüht, aber durch Hallervordens Grimassen und seine mal nuschelnd, mal schräg quietschende Stimme hatte es doch einen gewissen Charme. Obwohl Didi immer im Zentrum stand, waren Kurt Schmidtchen und Gerhard Wollner nicht aus der Serie wegzudenken. Und natürlich Rotraud Schindler – im wahren Leben Hallervordens Ex-Frau. Sie spielte die Frauenrollen. So auch in dem Sketch, in dem Didi ein Verkehrschaos verursacht, weil er wissen will, von wem denn die Musik aus Dr. Schiwago stammt. „Schnieef schnieef die schneuf, schniefede, schnieef die schneuf“ singt schließlich eine Gruppe mitten auf der Kreuzung und legt damit den Verkehr lahm. Wie ging doch gleich die Pointe? Wenn es jemand weiß, bitte melden bei…Alva Gehrmann

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