Medien : Nora stürzt Männer in Verzweiflung

Birte Hedden

Es ist ihre zweite Hauptrolle. Und Nadja Auermann, 34-jähriges Ex-Supermodel, macht ihre Sache gut. Sie spielt in dem Psychothriller „Letztes Kapitel“ Nora Gersbacher. Kühl und schön.

Kühl und schön, das werden die offensichtlichen Vorzüge gewesen sein, die Regisseur Marcus O. Rosenmüller ein zweites Mal dazu bewegten, mit Naja Auermann zu drehen. Bereits 2004 hatte er sie für „Dornröschens leiser Tod“ vor die Kamera geholt. Auch damals hatte Rosenmüller mit dem Image der kühlen Blonden gespielt.In „Letztes Kapitel“ treibt er dies nun auf die Spitze. Nadja Auermann entwickelt sich in der Rolle der Nora zur femme fatale, die ihre Freunde ins Unglück stürzt. Das sind Volker (Nicki von Tempelhoff) und Achim (Benjamin Sadler). Unter Volkers Namen haben die beiden das Erstlingswerk des verunglückten Freundes herausgebracht. „Fugu“ wird zum Bestseller. Als sich Achim in Nora verliebt, dauert es nicht lange, bis sie Mitwisserin und Drahtzieherin des Betrugs wird. „Letztes Kapitel“ ist ein Film über Freundschaft, die in Hass umschlägt. Angelegt ist der Film als morbides Kammerspiel. Irene Rodrian hatte es bereits Mitte der 70er-Jahre in ihrem Roman „Ein bisschen Föhn und du bist tot“ entwickelt. Jetzt wird aus dem Grausamen des Buches auch etwas Schönes im Fernsehen. Das bleibt das größte Talent der Auermann: schön sein.

„Letztes Kapitel“, ZDF, 20 Uhr 15.

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