• NSA-Enthüllungen: „Guardian“ kooperiert im Fall Snowden künftig mit „New York Times“

NSA-Enthüllungen : „Guardian“ kooperiert im Fall Snowden künftig mit „New York Times“

Die britische Zeitung will das Material des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden nicht weiter alleine auswerten. In Zukunft wird sie mit der New York Times zusammenarbeiten.

Die britische Zeitung hatte vor einigen Tagen öffentlich gemacht, dass ihr Chefredakteur Alan Rusbridger von der Regierung in London zur Vernichtung von Festplatten mit Informationen Snowdens gezwungen wurde.
Die britische Zeitung hatte vor einigen Tagen öffentlich gemacht, dass ihr Chefredakteur Alan Rusbridger von der Regierung in...Foto: dpa

Der britische „Guardian“ will bei der Auswertung des brisanten Materials des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden künftig mit der „New York Times“ zusammenarbeiten. Die Zeitung habe sich wegen des „immensen Drucks vonseiten der britischen Regierung“ dazu entschieden, einen US-Partner ins Boot zu holen, erklärte der „Guardian“ auf seiner Internetseite. Die „NYT“ erhalte damit Zugang zu „sensiblen“ Dokumenten Snowdens zum britischen Geheimdienst GCHQ. Aber auch der „Guardian“ werde weiter berichten.

Die britische Zeitung hatte vor einigen Tagen öffentlich gemacht, dass ihr Chefredakteur Alan Rusbridger von der Regierung in London zur Vernichtung von Festplatten mit Informationen Snowdens gezwungen wurde. Zudem war der Lebensgefährte des „Guardian“-Journalisten Glenn Greenwald über Stunden am Londoner Flughafen Heathrow verhört worden, für Greenwald ein Fall von Einschüchterung und ein Verstoß gegen die Pressefreiheit. Vor diesem Hintergrund erklärte der „Guardian“ nun, in den USA seien Journalisten durch die Verfassung besser geschützt als in Großbritannien.

Die beiden Zeitungen hatten schon einmal 2010 kooperiert, nämlich beim Abhörskandal um die inzwischen eingestellte britische Zeitung „News of the World“ von Rupert Murdoch. (AFP/Tsp)

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