Medien : Örtliche Betäubung

-

FußballLänderspiel Österreich gegen Deutschland – ARD, Mittwoch. Erinnert sich noch jemand an Chopper, dieses Gespenst, das in den 80er Jahren in einer Zahnarztpraxis sein Unwesen trieb? Offenbar steckt dieser Chopper jetzt in Fußball-Übertragungen im Ersten drin. Zum Bundesliga-Start in Bremen die Panne mit dem stundenlangen Strom- und ARD-Ausfall wegen einer Kabelmuffe und jetzt am Mittwochabend katastrophale Zustände bei der Live-Übertragung des Länderspiels aus Wien. Und das lag nicht am Reporter Jürgen Bergener, der brav den suspendierten Waldemar Hartmann vertrat und dem ebenfalls debütierenden Jürgen Klinsmann die erwartbaren Fragen stellte.

Wenn man Bergener denn überhaupt mal verstanden hat. Über weite Strecken des Spiels gab es Bild- und Tonstörungen, zumindest in Berlin/Brandenburg. Bundesweit 8,40 Millionen Menschen sahen das schöne Spiel – mehr als eine Million Zuschauer in und um die Hauptstadt herum überlegten, ob sie den Fernseher aus dem Fenster schmeißen oder sich noch mal auf einen Fußballabend bei der ARD einlassen sollten. Das Bild wackelte oder war weg. Kommentator Steffen Simon hörte sich an, als würden ihm während der Arbeit die Zähne raus operiert. Was nicht weiter schlimm war. Simon-Spiele sind ohne Ton besser zu ertragen. Aber richtig gesehen hätte man die Kuranyi-Tore schon gerne. Die ARD ist angeblich unschuldig und verweist wieder auf Muffen und Signale. Wir glauben das nicht. Wer tut so was? Chopper? Nein, der geschasste Hartmann war’s, der zu Hause in der Schweiz freie Sicht auf ein Spiel gehabt haben dürfte, das nun nicht mehr seins war. Aber Waldi kommt ja bald zurück. meh

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben