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Online-Abstimmung des "Time Magazine" : Hacker machen Kim Jong Un zur "Person des Jahres"

14.12.2012 08:16 Uhr
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Foto: AFPBild vergrößern
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. - Foto: AFP

Hacker haben den "Obersten Führer" Nordkoreas zur Spitzenposition im Online-Rankings des "Time Magazines" zur Person des Jahres verholfen. Unterdessen lässt sich der Diktator für den jüngsten Raketentest feiern.

Hacker haben eine Internet-Abstimmung des „Time“-Magazins manipuliert und damit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zum Titel „Person des Jahres“ verholfen. Der im April zum „Obersten Führer“ des kommunistischen Landes ernannte Kim habe 5,6 Millionen Stimmen erhalten, teilte das „Time“-Magazin am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Das Ergebnis sei größtenteils auf Kampagnen verschiedener Hacker-Gruppen zurückzuführen, die Kim mit speziellen Klick-Programmen nach vorne gebracht hätten.

Auf die vordersten zehn Plätze schafften es unter anderem der US-Komiker Jon Stewart, die US-Turnerin und olympische Goldmedaillengewinnerin Gabby Douglas und der ägyptische Präsident Mohammed Mursi.

Bei der Internet-Abstimmung handele es sich nicht um die alljährliche Wahl zur „Person des Jahres“ des „Time“-Magazins selbst, betonten die Herausgeber. Darüber entschieden die Redakteure der Zeitschrift.

Das Ergebnis werde am 19. Dezember verkündet. Der Gewinner - bei dem es sich auch um eine Sache oder eine Gruppe von Menschen handeln kann - wird dann auf dem Titelbild des Magazins veröffentlicht. Im vergangenen Jahr waren „die Protestler“ zur Person des Jahres bestimmt worden.

Unterdessen haben hunderttausende Soldaten und Zivilisten am Freitag im Zentrum von Pjöngjang den jüngsten nordkoreanischen Raketentest gefeiert. Die Menge auf dem Kim Il Sung-Platz bejubelte Reden von ranghohen Militärs sowie Regierungs- und Parteivertretern, die den Erfolg des Tests feierten, wie das Staatsfernsehen zeigte. Der Raketentest sei ein Verdienst der „endlosen Loyalität, des Muts und der Weisheit“ von Machthaber Kim Jong Un, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften, Jang Chol.

Zuvor hatte Kim für die Zukunft weitere Raketenstarts angekündigt. Nordkorea hatte am Mittwoch eine Trägerrakete abgefeuert und damit nach eigenen Angaben einen Forschungssatelliten ins All gebracht. Der Westen vermutet hinter dem Start dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Mehrere Nationen hatten das Land vorab aufgefordert, auf das Vorhaben zu verzichten. (AFP/dpa)

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