Medien : Ostdeutsche wollen mehr Qualität

NAME

Zeitungsleser in den neuen Ländern sind mehr an politischen Nachrichten als an Klatsch interessiert. 87 Prozent lesen vorwiegend regionale und Welt-Nachrichten, wie die repräsentative Studie „Medien 2002“ des Leipziger Instituts für empirische Forschung ergab. Von großem Interesse sind danach auch die Rubriken Verbrauchertipps, Gesundheit, Reisen, Soziales, Kultur, Tiere, Mensch und Umwelt, Sport, Wirtschaft und Technik. Dagegen würden Werbung, Horoskop, Börseninformationen und Klatsch auf geringes Interesse stoßen. Weiterhin ergab die Studie, dass mehr als ein Drittel der Ostdeutschen die Recherche, Objektivität und Seriosität der Medien kritisieren. Der Umfrage zufolge lesen 81 Prozent der Ostdeutschen regelmäßig Zeitungen oder Zeitschriften. Vor allem aus Mangel an Zeit, Geld und Interesse sei die Zahl der Zeitungsleser gesunken, stellte das Institut fest, und zwar um etwa sieben Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Allerdings wachse der Anteil der Zeitungsleser mit zunehmendem Alter und Bildung. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben