Parlament im Internet : Bundestag renoviert seine Website

Wie der Bundestag im Internet den Wählern näher kommen will.

Sonja Pohlmann

Wenn Bundestagspräsident Norbert Lammert etwas über sein Haus wissen will, dann fragt er lieber seine Mitarbeiter, anstatt sich durch die Seiten von www.bundestag.de zu klicken. Doch dass der Internetauftritt des Verfassungsorgans renovierungsbedürftig war, hat Lammert trotzdem festgestellt. 2004 war die Website zuletzt überarbeitet worden – eine Ewigkeit in dem sich schnell entwickelnden World Wide Web. Deshalb hat der Bundestag seine Seite nun generalüberholt. Seit Mittwoch ist der neue Auftritt, der 300 000 Euro gekostet hat, online.

Neben dem neuen, einheitlichen Design soll er den Nutzern vor allem eine besser Übersicht bieten. In Sitzungswochen landen die Besucher – nach Angaben des Bundestags monatlich um die vier Millionen – künftig direkt auf einer Seite, auf der die Reden der Bundestagsabgeordneten live übertragen werden. Ältere Debatten sind bis 1998 zurückgehend abrufbar. Die Ausschüsse haben nun eine Art eigene Homepage bekommen, auf der ihre jeweiligen Mitglieder vorgestellt werden. Ebenfalls neu ist, dass über die Top-Themen der Wochen informiert wird.

Dokumente und Bundestagsdrucksachen bleiben abrufbar, Petitionen können weiterhin online eingereicht werden. Die Biografien der einzelnen Bundestagsabgeordneten sind nach Namen, Wahlkreisnummer oder Postleitzahl leicht für die Nutzer zu finden. Wer in der nächsten Legislaturperiode im Bundestag sitzt, soll noch in der Nacht nach der Wahl am 27. September online gestellt werden.

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