Medien : Pay-TV-Sender: Weniger Programme, mehr Profil

Nur zwei Tage nach der Bestellung des neuen Premiere World Geschäftsführers Manfred Puffer sind beim Pay-TV-Sender der Kirch-Gruppe weitere Umstrukturierungen geplant. Der neue Programmdirektor Hans Seger kündigte an, über "alle 25 Sender nachzudenken, um Premiere World eindeutiger zu positionieren". Damit sollen Zweigleisigkeiten vermieden werden. Nicht gefährdet in ihrer Existenz seien Angebote wie "Sci-Fantasy", "Cine Action" oder "Starkino", sagte Seger.

Der 43-jährige Programmchef, der im Oktober sein Amt antrat, setzt künftig auch auf neue TV-Gesichter und auf für Premiere World "originäre Formate". Große "Events" wie die Golden-Globe-Verleihung oder die Berlinale müssten bei Premiere stattfinden und von Moderatoren kommentiert werden, die der Zuschauer mit dem Sender in Verbindung bringe. Auch ein eigenes Comedyformat möchte Seger entwickeln. Denkbar sind außerdem Investitionen in Kino-Co-Produktionen. "Der Zuschauer soll nicht den Eindruck haben, bei Premiere World handele es sich nur um eine Video-Abspielmaschine", so Seger.

Erfreulich für den Sender ist übrigens eine bei Infratest Burke in Auftrag gegebene Umfrage zur Nutzung des Pay-TV- Angebots unter 991 Haushalten. 83,7 Prozent der Kunden bezeichnen demnach das Angebot als "ausgezeichnet", "sehr gut" oder "gut". Täglich nutzten 2,53 Millionen Zuschauer Premiere World. Die beste Quote erzielt der Spielfilmkanal Premiere, den täglich 1,73 Millionen einschalten. Danach folgt "Cine Action" mit 920 000 Nutzern.

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