Medien : PDS-Debatte: "Was sind schon einige Tote?"

Alle Zitate stammen aus Leserbriefen der letzten T

Alle Zitate stammen aus Leserbriefen der letzten Tage an die Tageszeitung "Neues Deutschland". Ihr Thema: Sollte sich die PDS für den Mauerbau entschuldigen?

"Angenehm war die Mauer bestimmt nicht für das deutsche Volk, aber friedlich war es in Europa, solange es sie gab. Neuerdings beteuern PDS-Politiker bei jeder Gelegenheit, wie sehr ihnen jeder Tote an der Berliner Mauer "weh tut" und entschuldigen sich für ihren Bau. Was aber sind schon einige Tote an der Berliner Mauer, verglichen mit den Tausenden Toten in Jugoslawien?"

"Wann wurde die Mauer gebaut, erst am 13. August 1961? Ist die separate Währungsreform von 1948 vergessen?"

"Sollte sich nicht eher die BRD für den Schaden entschuldigen, der der DDR-Wirtschaft zugefügt wurde?"

"Nicht wenige meiner Schulkameraden, bestens ausgebildete Akademiker, ersparten durch ihre Flucht in den Westen der BRD teure Ausbildungskosten und wurden mit geschmatzten Händen aufgenommen... Also bitte keine voreilige Entschuldigung!"

"Mit dem Mauerbau wurden die Abwerbung des geistigen Potenzials aus der DDR und die Republikflucht gestoppt. Das bedeutete Aufatmen und Hoffen auf eine bessere und schnellere Entwicklung in unserer Republik."

"Schuld haben allein Adolf Hitler und sein braungefärbtes Industrieimperium, die die Russen schließlich erst in unser deutsches Vaterland holten. Ohne Russen aber kein Walter Ulbricht und ohne Walter Ulbricht keine Mauer... Hitler war der eigentliche Mauerbauer!"

"... erscheinen die Mauerdiskussionen eher wie politisches Kasperltheater, um von der eigentlichen Ursache der derzeitigen Berliner Regierungskrise sowie der SPD-Mitschuld an ihr abzulenken."

"... begründet wird diese Ignoranz mit dem schon langweilig gewordenen Hinweis, die PDS sei die Nachfolgeorganisation der SED. Zum einen ist zu klären, wer von den heutigen PDS-Mitgliedern mitgewirkt hat bei der Zwangsvereinigung, wer 1961 den Bau der Mauer mitbeschlossen hat...Zum anderen darf nicht vergessen werden, dass sich die heutigen Kirchenchristen auch in Nachfolgeschaft befinden, nämlich der kirchlich angeordneten Folterer- und Mörderbanden, Hexenverfolger und -verbrenner."

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