Medien : Platitüden in der Polit-Telenovela

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Herr Föderl, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Dass Politiker in vielen Sendern in der Vorwahlzeit wieder unwidersprochen Platitüden von sich geben dürfen. Programme, in denen hart, aber fair nachgefragt wird, sind immer noch eine Marktlücke.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Die brillante Persiflage von Harald Schmidt auf die Live-Übertragung des Visa-Ausschusses. Mit seiner Polit-Telenovela hat Schmidt Sinn und Unsinn der Veranstaltung besser getroffen als viele seriöse Leitartikel. Unschlagbar, wie er dabei Joschka Fischers „Sakko auf, seht her: Hier ist mein Bauch und meine Schuld“-Haltung rübergebracht hat.

Markus Föderl ist Chefredakteur des

privaten Nachrichtensenders n-tv.

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