Medien : Plebiszit-Debatte, eine Luftnummer

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Herr Leinemann, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien besonders geärgert?

Ärgerlich fand ich in der vergangenen Woche die verwirrenden Kommentare zu Volks und Basisbefragungen, weil sie die unverfrorene „taktische Diskussion“ (so der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Volker Kauder) der Parteipolitiker über Vor- und Nachteile von Plebisziten zur EU-Verfassung und über den Türkei-Beitritt sowie eine Mitgliederabstimmung über die Teufel-Nachfolge in der badenwürttembergischen CDU weniger erläuterten als fortsetzten. Ist das nur „Schattenboxen“ („Frankfurter Rundschau“)? Ein „politisches Bubenstück“ von Rotgrün („FAZ“)? Eine Idee, die zwar „Charme“ hat, aber letztlich keine Wirkung (Tagesspiegel)? Oder bloß eine publizistische Luftnummer?

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Gefreut habe ich mich über die klaren Worte, die Jens Weinreich in der „Berliner Zeitung“ zur Wahl zweier halber Präsidenten beim Deutschen Fußballbund gefunden hat: „Diese Doppelspitze ist schon deshalb eine schlechte Lösung, weil niemand eine Figur wie Mayer-Vorfelder wirklich braucht.“

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