Medien : Pleitgen: „Tagesthemen“ kommen früher

-

Die Vorverlegung der ARD„Tagesthemen“ von 22 Uhr 30 auf 22 Uhr 15 ist nach Worten von WDR-Intendant Fritz Pleitgen bereits beschlossene Sache. Dem Fachdienst „Funkkorrespondenz“ sagte er auf die Frage, wann diese Verlegung komme: „Schneller als Sie glauben! Der Beschluss ist bereits gefasst.“ Bisher hatte es geheißen, diese Änderung des Programmschemas solle an diesem Montag bei der ARD-Intendantentagung offiziell beschlossen werden. Nach Informationen dieser Zeitung sollen am Freitag die „Tagesthemen“ bereits um 21 Uhr 45 beginnen. Mit dieser Entscheidung steht Ärger ins Haus. Das ZDF nämlich will das „heute journal“ freitags von April an wieder um 21 Uhr 45 ausstrahlen. Grund seien eben jene Pläne der ARD, die „Tagesthemen“ auf diese Sendezeit vorzuziehen, sagte ZDF-Sprecher Alexander Stock am Freitagabend. „Wir hatten das nie ausgeschlossen. Diese Überlegung stand im Raum“, sagte Stock. Aus Sicht des ZDF sei damit klar, dass die „Tagesthemen“ am Freitag frühestens um 22 Uhr 15 beginnen können. Das ZDF strahlt das „heute journal“ freitags seit etwa zwei Jahren erst um 22 Uhr aus, weil damals zwei Krimis ins Abendprogramm genommen wurden.

Zu den Auswirkungen der ARD-Programmreform auf die bisher 45 Minuten langen politischen Magazine sagte WDR-Chef Pleitgen, hier „müssen wir uns allerdings noch etwas einfallen lassen. Sie könnten auf 30 Minuten verkürzt oder auf 60 Minuten verlängert werden.“ Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Michael Müller, hat die ARD aufgefordert, „die Sendezeiten für die Magazine nicht zu kürzen“. Damit verscherbele die ARD ihr Tafelsilber, das sie bislang deutlich von den privaten Konsumsendern unterscheide. dpa/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben