Medien : Pol Pot überlebt: AFP-Mitarbeiter Sambath gestorben

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Der frühere Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP und Überlebende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha, Reach Sambath, ist im Alter von 47 Jahren nach einem Schlaganfall gestorben. Er hatte in den Jahren 1991 bis 2003 aus dem südostasiatischen Land berichtet, bevor er Sprecher des von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunals zur Aburteilung der Gewaltherrscher wurde. In seine Korrespondentenzeit fiel unter anderem der Tod des Hauptverantwortlichen der Roten Khmer, „Bruder Nr. 1“ Pol Pot 1998.

Bereits als Kind war Reach Sambath aus seinem Elternhaus im Osten Kambodschas in den Norden des Landes vertrieben worden. Nach dem von Vietnam unterstützten Sturz des Pol-Pot-Regimes 1979 legte er zunächst einen hunderte Kilometer langen Fußmarsch in seine Heimat zurück. Später arbeitete er als Eisverkäufer und Fahrradtaxi-Fahrer in Phnom Penh. Nach einem Stipendiatenaufenthalt in Indien kam Sambath 1991 zu AFP und machte sich um den Aufbau einer kontinuierlichen Berichterstattung aus Kambodscha verdient. 2003 verließ er AFP, bildete junge Journalisten aus und arbeitete später bis zu seinem Tod für das Sondertribunal.

Der AFP-Regionaldirektor für den asiatisch-pazifischen Raum, Eric Wishart, nannte Sambaths Leben eine „unglaubliche Geschichte des Siegs von Mut und Entschlossenheit über die dunkelsten Seiten der Menschheit“. Unter der Terrorherrschaft der Roten Khmer verlor Sambath seine Eltern und viele Verwandte. AFP

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