Medien : "Potsdamer Neueste Nachrichten": 50 Jahre PNN

HME

Mit einer Feier im Nikolaisaal der brandenburgischen Landeshauptstadt begeht das Verlagshaus der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" heute Abend sein 50-jähriges Jubiläum. Am 1. Mai 1951 erschien die erste Ausgabe der "Brandenburgischen Neuesten Nachrichten". Bis zur Wende war sie als Bezirkszeitung der auf den DDR-Mittelstand ausgerichteten National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD) Teil des von der SED gesteuerten DDR-Pressesystems. Trotz aller Repressalien gelang es, mit kritischen Berichten und Beiträgen zu Tabu-Themen (Umweltschutz, Versorgungsprobleme, kirchliche Fragen und preußische Geschichte) ein eigenes Profil zu erarbeiten.

Wie alle Tageszeitungen im Osten Deutschlands, hatten auch die "Brandenburgischen Neuesten Nachrichten" zu Beginn der 90er Jahre mit dramatischen Auflagenverlusten zu kämpfen. 1991 übernahm der Tagesspiegel die Potsdamer Zeitungsverlagsgesellschaft. Der Name wurde in "Potsdamer Neueste Nachrichten" geändert, das Regionalblatt wandelte sich zu einer Lokalzeitung für Potsdam und Umgebung.

Seit Sommer 1994 gehört die PNN zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Seitdem liefert die Redaktion des Tagesspiegel die überregionalen Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Die Redaktion in Potsdam setzt mit regionalen und lokalen Informationen den Schwerpunkt in der Berichterstattung und berichtet im Gegenzug für den Tagesspiegel aus Potsdam. Mit einem klaren Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus konnten die Auflagenverluste gestoppt werden. In den vergangenen zwei Jahren war die PNN über mehrere Quartale hinweg die einzige Zeitung in Ostdeutschland mit einer steigenden Auflage. 1998 bekam die PNN den Wächterpreis der Stiftung "Freiheit der Presse".

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