PR-Vertrag : Christiansen schweigt

Klare Aussage zum PR-Vertrages mit der Daimler AG? Fehlanzeige. Doch der NDR fordert eine klare Aussage.

Sabse
Frau der vielen Botschaften. Sabine Christiansen -Foto: ddp

Beim Norddeutschen Rundfunk wirken sie jetzt ungeduldiger. Der Sender erwartet nach wie vor eine klare Aussage von Sabine Christiansen zu den Umständen ihres PR-Vertrages mit der Daimler AG. NDR-Sprecher Martin Gartzke sagte dem Tagesspiegel am Montag, „bislang hat Frau Christiansen uns den Zeitpunkt ihres Vertragsschlusses nicht mitgeteilt“. Die Journalistin ist als „Markenbotschafterin“ für den Automobilkonzern tätig. Im Gegenzug für PR-Termine kann sie zwei Mercedes-Fahrzeuge kostenlos nutzen. Christiansens Anwalt hatte nach Bekanntwerden des Vertrags mitgeteilt, die Vereinbarung sei Ende Januar 2008 erstmals „zum Tragen“ gekommen. Bislang ist Christiansen Spekulationen, dass der tatsächliche Beginn des Vertrags davor liegt und damit vor ihrer ARD- Sendung „Mein 2009“ am 11. Januar 2008, nicht mit Fakten entgegengetreten. Christiansen hatte in der Sendung – produziert von ihrer Firma TV 21 im Auftrag des NDR – unter anderem Daimler-Chef Dieter Zetsche befragt.

Der NDR zeigt sich bei der Aufklärung der Umstände unnachgiebig. Zwar sagte Sprecher Martin Gartzke, „da der NDR zurzeit keine neuen Sendungen mit ihr plant, gibt es für die Antwort keine Fristsetzung.“ Gleichwohl hätte der Sender deutlich gemacht, „dass wir auf vollständiger Klärung aller sich aus der PR-Vereinbarung zwischen Frau Christiansen und Daimler ergebenden Fragen bestehen.“ In ARD-Kreisen besteht weitgehende Übereinstimmung, dass eine weitere Zusammenarbeit mit der früheren Moderatorin nur nach einer kompletten und zufriedenstellenden Aufklärung der Causa Daimler möglich sein wird. Bei unerlaubter PR ist die ARD mittlerweile hochsensibel.

Weder Sabine Christiansen noch ihr Sprecher waren am Montag für eine Stellungnahme erreichbar. Christiansen zeichnet in London eine neue Ausgabe von „Global Players“ für CNBC auf. jbh

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