PREMIERE AUF DER IFA : Luxus für 2500 Mark

Mit einem symbolischen Knopfdruck von Willy Brandt auf der Funkausstellung in Berlin begann am 25. August 1967 die farbige Fernsehwelt in deutschen Wohnstuben. Gesendet wurde mit dem PAL-System (Phase Alternating Line)des Ingenieurs Walter Bruch. Das System setzte sich später weltweit gegen das US- System NTSC und das französische Secam durch. Der „Goldene Schuss“ mit Vico Torriani eröffnete die Farbfernsehwelt. Aber anfangs gab es nur einige Tausend verkaufter Geräte. ARD und ZDF waren zurückhaltend mit einem Farbvollprogramm. Farbfernseher waren Luxusartikel, für die umgerechnet 1000 bis 1250 Euro bezahlt wurden, eine damals enorm hohe Summe. Im Juli 1969 waren von den über 15 Millionen TV-Geräten in der Bundesrepublik 450 000 Farbfernseher. 1969 wurden bereits 500 000 Farbempfänger produziert, zwei Jahre später waren es rund 1,7 Millionen. Die DDR zog am 3. Oktober 1969 nach. Mit der Einführung des zweiten DDR-Programms war die Ausstrahlung in Farbe möglich. Es wurde aber nicht mit PAL, sondern wie in der Sowjetunion mit dem Secam-System gesendet. hkt

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