Medien : Premiere hegt Umzugspläne

Auch Berlin im Gespräch

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Der Münchner Bezahlsender Premiere prüft einen Umzug in eine andere deutsche Stadt. SenderChef Georg Kofler habe am vergangenen Freitag den Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall getroffen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Auch in Berlin seien Termine vereinbart, der Standort Köln werde ebenfalls geprüft. „Wir wollen alle unternehmerisch relevanten Bereiche an einem Standort zusammenbringen und werden jetzt ernsthaft unsere Optionen sondieren“, zitiert der „Spiegel“ den Premiere-Chef. Der Sender hatte 1999 seinen Sitz von Hamburg nach Unterföhring bei München verlegt, in der Hansestadt arbeiten aber noch rund 500 Mitarbeiter. „Im kommenden Frühjahr möchten wir umzugsfertig sein“, so Kofler weiter. „Selbstverständlich“ sei aber auch der bisherige Sitz in Bayern weiter im Rennen. Es handele sich um einen „fairen, ergebnisoffenen Wettbewerb“. Zunächst sollen allerdings erst einmal 50 Stellen aus Hamburg nach München verlagert werden.

Zuschauer bemängeln Bildstörungen

Immerhin hat Premiere ein anderes Problem inzwischen gelöst: „Wir haben definitiv keine Schwarzseher mehr“, sagte Premiere-Sprecher Michael Jachan dem Tagesspiegel. Dafür klagen einige Abonnenten über die Bildqualität des Bezahlsenders. Ende vergangener Woche veränderte Premiere – um auch künftig vor Schwarzsehern sicher zu sein – sein Verschlüsselungssystem. In der Folge kam es bei verschiedenen Dekodertypen zu Bildstörungen. Bei einigen Geräten blieb das Bild kurzzeitig stehen, in anderen Fällen gab es „abgehackte Bildfolgen“, bestätigt der Premieresprecher. Vor allem auf den Spielfilmkanälen seien diese Störungen aufgetreten, der Sport sei hingegen nicht betroffen gewesen. Jachan versprach, dass der Fehler in dieser Woche behoben wird. Ob das allen Premiere-Kunden zugute kommen wird, ist allerdings unsicher. Der Sender unterscheidet nämlich in Geräte, die von Premiere lizensiert wurden, und solche, denen dieses Prüfsiegel fehlt. Dazu gehören beispielsweise d-box-Dekoder, die mit dem alternativen Betriebssystem Linux laufen. Für solche Geräte übernehme Premiere nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine Gewährleistung, dass alles funktioniert. sag

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