Medien : „Presseclub“: Streit ja, Knigge nein

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Herr Hirz, beim „Presseclub“ am Sonntag ging es um das Thema „Nationalstolz“. Roland Tichy vom „Handelsblatt“ und Matthias Matussek vom „Spiegel“ sind dabei aneinander geraten. Beobachter sprechen gar von Handgreiflichkeiten nach Ende der Sendung. Was ist tatsächlich passiert?

Die Sendung war deutlich lebhafter als üblich. Das zeigt, dass das Thema Nation für uns noch nicht durch ist. Beobachter, die von Handgreiflichkeiten sprechen, kenne ich nicht. Beobachtet habe ich auch keine.

Sie wollen künftig vor Beginn des „Presseclubs“ mit den Gästen ein Gespräch über das „erforderliche Mindestmaß an bürgerlichen Umgangsformen“ führen. Was verlangen Sie an Benimm?

Wir werden keinen Knigge auslegen.

Wer darf nicht wiederkommen: Matussek oder Tichy?

Natürlich werden beide, wenn sie zum Thema der Sendung etwas beizutragen haben, auch wieder eingeladen.

Bei künftigen Einladungen für Gesprächsrunden: Werden Sie stärker darauf achten, dass die Kompetenz zum Gedanken die Fähigkeit zum Gebrüll übersteigt?

Engagement und Temperament in der Diskussion können auch durchaus belebend wirken. Für alle Sendungen bisher, also auch für die von letztem Sonntag, gilt, dass jeder der Gäste sich durch Kompetenz ausgewiesen hat. Das ist unser Markenzeichen.

Wie reagieren die Zuschauer, wenn ein oder mehrere Teilnehmer aus der Haut fahren?

Das Publikum reagiert so unterschiedlich, wie es die Temperamente der Beteiligten sind. Temperament und eine Prise Polemik können bei der Behandlung eines Themas nicht schaden.

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