Medien : "Print-on-demand"-Ausgabe: "Die Welt" gibt es künftig auch aus dem Automaten

mh

1997 hatte der Spiegel-Verlag mit "ICE-Press" und "Der Tag" bereits versucht, neue Vertriebsformen für Zeitungen zu finden: In Zügen und an Tankstellen wurden Druckautomaten aufgestellt, an denen Kunden ihre Zeitungen aktuell ausdrucken lassen konnten. Das wurde als Revolution im Vertriebswesen gehandelt - und scheiterte kläglich. Die Projekte wurden im Mai 1999 wegen der geringen Rentabilität eingestellt.

Nun unternimmt der Axel Springer Verlag einen neuen Versuch. Künftig gibt es die "Welt" an weltweit mehr als 2000 Standorten druckfrisch aus dem Automaten. Damit, so Springer, soll die Marke "Welt" vorwiegend in Asien gestärkt werden.

Die Automaten-"Welt" soll einen Umfang von 36 Seiten haben - also alle "Welt"-Seiten, abzüglich der Regionalberichte beinhalten -, beidseitig bedruckt sein und in einem kleineren Format als das Hauptprodukt erscheinen. Der kleine Unterschied: Die "Print-on-demand"-Ausgabe erscheint in Schwarz-Weiß. Laut Springer soll die Anzahl der Automaten, die von einer niederländischen Firma betreut werden, stetig steigen. An eine Verbreitung in Deutschland ist derzeit aber nicht gedacht.

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