Print zieht an : Ausländer steigern Leserquoten

Zeitungen und Zeitschriften haben laut der aktuellen Media-Analyse wieder mehr Leser gewonnen. Ein Überblick, wer zu den Spitzenreitern gehört.

Rund 2,7 Millionen Ausländer in Deutschland lesen eine deutsche Tageszeitung. Dies geht aus der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse hervor, die erstmals die deutschsprachigen Ausländer im Land erfasst hat. Damit erreichen die Tageszeitungen in Deutschland 49 Millionen Bürger, das sind etwa 70 Prozent aller Menschen ab 14 Jahre. Unter den Jüngeren (14 bis 29 Jahre) liest im Schnitt jeder zweite (49,4 Prozent) eine Tageszeitung. Die Zeitschriften kommen auf fast 66 Millionen Leser, das sind 93,5 Prozent der Bürger ab 14 Jahre.

Vor allem dank der hinzugekommenen Ausländer haben in der Media-Analyse (MA Pressemedien 2010/II) viele Zeitungen und Zeitschriften Leser gewonnen. Vergleicht man ausschließlich die deutsche Bevölkerung, hat sich im Jahresvergleich wenig verändert. Die Reichweite der Tageszeitungen unter den Deutschen ist mit knapp 46,3 Millionen Nutzern gleich geblieben.

Meistgelesene Tageszeitung in Deutschland bleibt mit 12,53 Millionen „Bild“, (2009: 11,63 Millionen). Auch die überregionalen Abo-Zeitungen legten im Jahresvergleich zu. Die „Süddeutsche Zeitung“ kommt auf 1,27 Millionen Leser (2009: 1,16 Millionen), die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erreicht 960 000 (880 000), „Die Welt“ 710 000 Leser (640 000), die „Frankfurter Rundschau“ 370 000 (280 000) und die „Tageszeitung“ 340 000 Menschen (310 000). Der Tagesspiegel steigerte sich ebenfalls und erreicht täglich 330 000 Leser (303 000).

Bei den Wirtschaftstiteln kommt das „Handelsblatt“ auf 480 000 (2009: 450 000), die „Financial Times Deutschland“ auf 330 000 (310 000). Unter den Wochenzeitungen hat „Die Zeit“ 1,63 Millionen Leser, 20 000 weniger als 2009. Die „Welt am Sonntag“ verbucht 1,05 Millionen (minus von 20 000). Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gewinnt 30 000 hinzu und hat eine Million Leser.

Bei den drei großen aktuellen Wochenmagazinen liegt der „Stern“ (7,71 Millionen) vor „Spiegel“ (6,55 Millionen) und „Focus“ (5,94 Millionen). Alle drei Zeitschriften haben im Jahresvergleich hinzugewonnen. dpa/Tsp

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