Medien : "Prix Europa": Lebenswelten in Bild und Ton

Tina Heidborn

641 Radio- und Fernsehbeiträge aus ganz Europa, und damit ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr, konkurrieren um den europäischen Medienpreis "Prix Europa 2000". Veranstaltet von SFB und ORB gemeinsam mit Institutionen wie der Europäischen Kommission, dauert der Prix Europa vom 14. bis zum 21. Oktober. In acht Wettbewerbs-Kategorien werden Dokumentationen, Spielfilme und Hörspiele ausgezeichnet, die die verschiedenen Lebenswelten der Menschen in Europa zeigen. "Neu ist in diesem Jahr die Kategorie Current Affairs, also aktuelle Produktionen zum Zeitgeschehen", sagte der Leiter des "Prix Europa", Peter Leonhard Braun, am Donnerstag in Berlin. Mit dem "Prix Europa Iris" werden außerdem zum ersten Mal multikulturelle Fernsehprogramme in einem eigenen Wettbewerb ausgezeichnet. "Das Ende der monokulturellen Gesellschaft überall in Europa ist aber grundsätzlich das Thema in vielen Beiträgen", sagte Brauns Kollegin Susanne Hoffmann. Daneben sei die Beschäftigung mit dem Balkan in diesem Jahr ein thematischer Schwerpunkt.

Zusätzlich zu den Auszeichnungen in den acht Kategorien gibt es für den Bereich Fernsehen Spezialpreise wie den "Willy-Brandt-Zuschauerpreis" und den "Prix Europa für Menschenrechte", den der Europarat aus Anlass seines 50jährigen Bestehens in diesem Jahr gestiftet hat.

Während die Wettbewerbsteilnehmer, die sich automatisch als Juroren qualifiziert haben, ab morgen die besten Produktionen ermitteln, ermöglichen SFB und ORB in ihren Fernsehprogrammen den Zuschauern einen Einblick in die einzelnen Preiskategorien. So sind auf B 1 ab Sonnabend insgesamt 18 Filme aus elf Ländern zu sehen, nachmittags zum Beispiel Dokumentationen aus Russland, den Niederlanden oder auch Lettland, während die europäischen Spielfilme im späten Abendprogramm nach 22 Uhr laufen.

Das ORB-Fernsehen strahlt ab kommenden Montag zwölf Filme zum Thema "Fremdsein in Europa" aus. Dazu, sagte der Leiter des ORB-Kulturfernsehens Reinhard Griebner, gebe es im Land Brandenburg schließlich gute Gründe.

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