ProSieben geht auf Klimaexpedition : Eisbär hungert, Kiribati geht unter

Der "Green Seven Report" bei ProSieben fragt nach den Folgen des Klimawandels - für Eisbär und Mensch.

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Moderator Stefan Gödde bewundert die Eiswelten im hohen Norden
Moderator Stefan Gödde bewundert die Eiswelten im hohen NordenFoto: ProSieben

Seit 2009 färbt sich einmal im Jahr das rote ProSieben-Logo für ein paar Tage grün. Dann widmet sich der Sender ökologischen Themen, um vor allem junge Leute – die Hauptzielgruppe des Privatsenders – für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. In dieser Woche ging und geht es in Magazinen wie „Taff“ und „Galileo“ um Erderwärmung. Herzstück des ProSieben-Schwerpunkts ist der „Green Seven Report: Save the Ice – der Kampf ums ewige Eis“ am Sonntag. Die Reportage versammelt Gespräche mit Wissenschaftlern in Spitzbergen, Recherchen in einem überschwemmten Südseedorf und natürlich Bilder von Eisbären.

Was geschieht, wenn sich die Erde weiter erwärmt, konnte Moderator Stefan Gödde in Norwegen beobachten. Dort erforschen Wissenschaftler die Folgen des Klimawandels. Und die sind vielfältig: Eisbären verlieren durch schmelzendes Eis an Lebensraum, das sauerstoffproduzierende Plankton wird weniger, mehr Vulkanausbrüche drohen.

Kiribati wird überschwemmt

Weil aber diese Folgen nur schwer in dramatische Bilder zu packen sind – Ausnahme vielleicht, wenn Eisbären die kanadische Stadt Churchill belagern – , kommen die nachdrücklichsten Aufnahmen aus der Südsee. Die Menschen des Inselstaats Kiribati spüren die Folgen der Erderwärmung täglich. Ganze Dörfer wurden durch den angestiegenen Meeresspiegel schon überschwemmt. In einigen Jahrzehnten könnte Kiribati untergegangen sein. „Dort wird es die ersten Klimaflüchtlinge geben und das zeigt: Alles ist miteinander verbunden“, sagte Moderator Gödde der dpa. „Wenn sich in der Nähe des Nordpols das Wasser um nur ein halbes Grad erwärmt, hat das Auswirkungen auf eine Südseeinsel.“

Zu diesem Problem äußerte sich beim Pressegespräch auch Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer: „Donald Trump hat schon massiv geschadet. Er hat die falschen Signale gegeben.“ Es müsse klar sein, dass Klimawandel eine globale Aufgabe sei. „Und da kann sich nicht einfach jemand rausnehmen.“ Joachim Huber

„Der Kampf ums ewige Eis“, ProSieben, Sonntag, 19 Uhr 05

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