Quote : Finale verfehlt TV-Rekord

Das historische Karten-Festival von Johannesburg hat nur knapp einen TV-Rekord verpasst. Schon denken die Fernseh-Sender an die Fußball-WM in Brasilien 2014.

25,11 Millionen Fußballfans hielten am Sonntagabend 120 Minuten beim ruppigen WM-Finale zwischen Spanien und den Niederlanden (1:0) aus. In der Verlängerung hatten sich sogar 27,16 Millionen Menschen für die ZDF-Übertragung entschieden. Nur beim WM-Finale 2006 zwischen Italien und Frankreich (25,88 Millionen) verzeichnete ein Länderspiel ohne deutsche Beteiligung eine größere Reichweite.

Trotz der spielerisch dürftigen Leistungen krönte das Endspiel ein WM-Turnier, das als TV-Event in die Geschichte eingehen dürfte. Wie vor vier Jahren bei der WM in Deutschland übertrafen acht Partien die Marke von 20 Millionen Zuschauer – die Reichweiten waren diesmal aber deutlich höher. Und mit 31,10 Millionen Fans beim Halbfinale Deutschland gegen Spanien lag erstmals seit Beginn der Quotenmessung der Durchschnittswert einer deutschen TV-Sendung über der Traumgrenze von 30 Millionen Zuschauer. Neben der Rekord-Partie gegen Spanien schafften auch die Spiele der DFB-Auswahl gegen Ghana (29,30 Millionen) und Australien (28,03 Millionen) den Sprung in die Allzeit-Top-Ten-Liste. Nicht berücksichtigt sind die Millionen Fans, die die Spiele beim Public Viewing verfolgten.

Auf rund 180 Millionen Euro werden die deutsche Rechte-Kosten für das erste WM-Turnier in Afrika geschätzt. Eine lohnende Investition für ARD/ZDF und den Privatsender RTL, der die Lizenz für neun Partien zur besten Sendezeit erwarb. Ob der Pay TV-Kanal Sky auch bei der nächsten WM 2014 in Brasilien alle Spiele live zeigt, ist ungewiss. ARD und ZDF haben über ihre Agentur SportA neben den Free-TV-Rechten auch die Pay-TV-Rechte für den deutschen Markt gekauft. Dabei ist zu beachten, dass wegen der Zeitverschiebung von fünf Stunden vermutlich auch Nacht-Partien gezeigt werden müssen.

Der Vertrag mit dem Weltverband FIFA gibt den öffentlich-rechtlichen Sendern grundsätzlich das Recht, alle 64 Spiele zu zeigen, wenn sie es denn wollen. ARD/ZDF haben auch die Möglichkeit, die Rechte an andere Sender weiterzuverkaufen. RTL hat bereits ein erneutes Interesse signalisiert. dpa/Tsp

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