Medien : RADIO Tipp

Peter von Becker

Er selbst nannte sich mal eine „Riesensau“. Neben Gründgens war Emil Jannings Deutschlands begehrtester Schauspieler, und ab 1933 hatte der Genussmensch sich an Goebbels und dessen Nazigeld verkauft. Als er zuvor drei Jahre nach Hollywood ging, bekam er 1929 als erster Darsteller einen Oscar – für seine Rolle in Sternbergs „Last Command“. Zwei Jahre später brillierte Jannings dann neben der jungen Marlene Dietrich im „Blauen Engel“. Nach 1945 aber wurde er geschnitten. Wie größenwahnsinnig der Altstar damals in seinem Haus am österreichischen Mondsee vor dem jungen Neffen Jörg Jannings von einem Comeback schwadronierte, das hat den Schriftsteller Christoph Hein zu seinem Hörspiel „Jannings“ inspiriert. Jörg Jannings hat es 54 Jahre nach dem Tod seines Onkels selbst inszeniert ( DeutschlandRadio um 19 Uhr 05, mit Rolf Hoppe als Emil Jannings, Dagmar Manzel als seine Frau Gussy und Robert Gwisdek als Neffe Jörg).

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