Radiomarkt Berlin/Brandenburg : Antenne Brandenburg liegt wieder vorne

RBB-Programm überholt 104.6 RTL in der Region, Radio B2 und Star FM mit den größten Gewinnen

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Die Hörer in Berlin/Brandenburg bevorzugen mehrheitlich die privaten Radioprogramme
Die Hörer in Berlin/Brandenburg bevorzugen mehrheitlich die privaten RadioprogrammeFoto: Tsp

Die Kurse an der Radiobörse Berlin-Brandenburg schwanken mächtig. So konnte das öffentlich-rechtliche RBB-Programm Antenne Brandenburg in der Radio MA II/2017 den Privatsender 104.6 RTL an der Spitze wieder ablösen, aber nur, weil die Antenne in der Durchschnittsstunde um 10.000 Hörer zulegen konnte, während die private Konkurrenz 14.000 verlor. Mit den Werten der Radio MA werden die Spotpreise in den werbetragenden Programmen festgelegt.

Nach den größten Gewinnern und Verlierern sortiert, kann sich die Schlagerwelle Radio B2 über eine glatte Verdoppelung der Hörerschaft (66.000) freuen, während BB Radio fast 40.000 Hörer abgeben musste. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin-Brandenburg ist das Bild gemischt: Inforadio stabil, Radio Berlin mit stärkeren, Radio Eins mit leichteren Verlusten, Fritz konnte ein wenig zulegen. Wie der regionale Markt zu bewegen ist, zeigt der unveränderte Aufstieg von Star FM. „Maximum Rock“ ist ein Format, das ankommt.

RBB-Kulturradio und Deutschlandfunk gewinnen

Das werbefreie Kulturradio des RBB konnte seine Tagesreichweite von 116.000 auf 128.000 Hörer steigern und hält bei 2,5 Prozent Marktanteil. Auch der Deutschlandfunk konnte seinen Wert erhöhen, 3,2 Prozent Reichweite bedeuten 166.000 Hörer; Deutschlandfunk Kultur meldet unverändert 1,8 Prozent Tagesreichweite (90.000 Hörer). Das nur digital verbreitete Programm Deutschlandfunk Nova steigerte seine Hörerzahl auf 52.000, ein Plus von 16.000.

Bundesweit liegen die ARD-Wellen vor der privaten Konkurrenz

Auf dem deutschen Radiomarkt haben die ARD-Sender ihren Vorsprung auf die private Konkurrenz weiter ausgebaut. Von Montag bis Freitag hören täglich 37,18 Millionen Menschen die gebührenfinanzierten Wellen, wie aus der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse hervorgeht. Die Reichweite der Öffentlich-Rechtlichen ist im Vergleich zur Erhebung vom März stabil (plus 0,1 Prozent). Die Privatsender haben dagegen rund 400.000 Hörer verloren. Sie werden täglich von 29,64 Millionen Menschen eingeschaltet (minus 1,4 Prozent). Insgesamt ist das Interesse am Hörfunk leicht rückläufig. Unter der Woche nutzen 78,3 Prozent (März 2017: 78,8 Prozent) das Radio. Die tägliche Hördauer liegt im Schnitt bei 192 Minuten (195 Minuten).

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