Medien : RBB-Intendanz: Merten, Griebner und Dagmar Reim

Joachim Huber

Reinhard Griebner und Maximilian Merten bewerben sich neben Dagmar Reim um die Intendanz des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Während die amtierende Senderchefin Reim ihre Bereitschaft zu einer zweiten Amtszeit bereits bekundet hat, sind die Namen Griebner und Merten das Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, wie das Rundfunkratsbüro des RBB auf Anfrage mitteilte.

Reinhard Griebner ist ein Bewerber aus dem Sender, er arbeitet aktuell als Abteilungsleiter in der Chefredaktion Fernsehen des RBB, von 2004 bis 2006 hat er dort das Ressort Dokumentation/Zeitgeschehen geführt. Beim Fernsehen des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) hatte er verschiedene Aufgaben, darunter stellvertretender Chefredakteur und Arte-Beauftragter. Zwischen seinen weiteren Stationen – erst Fernsehen der DDR, dann Deutscher Fernsehfunk – war Griebner freiberuflicher Schriftsteller.

Maximilian Merten ist Abteilungsleiter im Justitiariat des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und dort primär zuständig für den Bereich Urheberrecht; zudem ist er Datenschutzbeauftragter. Der gebürtige Münchner mit 25 Jahren Berlin-Erfahrung bezeichnet sich als einen „der wenigen Fachleute für den öffentlich-rechtlichen wie den privaten Rundfunk“, zwischen 1983 und 1986 habe er für das Münchner Kabelpilotprojekt gearbeitet, eine Keimzelle des kommerziellen Systems. „Die privaten Sender sehe ich nicht als Gegner, sondern in einem Parallellauf zum öffentlich-rechtlichen System“, wie er dem Tagesspiegel sagte. Daraus und mit dem Blick auf den Mitwettbewerber ließen sich Wege und Modelle für den RBB gewinnen.

Wichtig für Merten: „Ich bin kein Kontrastprogramm zu Frau Reim.“ Was bei der Vierländeranstalt NDR geglückt sei, müsste bei der Zweiländeranstalt RBB noch deutlicher in den Programmen gelingen können – eine Integration von Berlin und Brandenburg. Ein Intendant Merten würde dafür sehr gezielt auf die Mitarbeiter des Senders zugehen.

Der RBB-Rundfunkrat will am 11. Mai zur Wahl schreiten.

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