RBB : Radio Fritz entlässt Moderatoren

Der Sender plant zum Jahresende einen Generationswechsel. Einige Moderatoren verlassen den RBB nun schon vorzeitig.

Der zum RBB gehörende Jugendradiosender Fritz will seine tägliche Abendsendung „Soundgarden“ neu gestalten und entlässt zum Jahresende mehrere Moderatoren. So werden unter anderem MC Lücke, André Langenfeld, Martin Petersdorf und Oliver Kehnen gehen. „Sie tun das nicht freiwillig, sondern weil wir uns nach reiflicher Überlegung zu diesem schmerzlichen Schnitt entschieden haben“, heißt es in einem internen Schreiben, das von Chefredakteur Stefan Warbeck und Musikchef EC Zander aufgesetzt wurde, und das dem Tagesspiegel vorliegt.

Der Sender rechtfertigt die Entlassungen mit einem nötigen Generationswechsel. „Es sollen jüngere Moderatoren rankommen, um das Lebensgefühl der Jugend besser zu vermitteln“, sagt RBB-Pressesprecher Ralph Kotsch. Die Betroffenen sind freie Mitarbeiter und für Fritz seit dessen Gründung 1993 tätig. Zu Jahresbeginn wurden mit ihnen Gespräche geführt, vor wenigen Wochen erhielten sie die Entscheidung dann schriftlich. Mit der gesetzten Deadline wollen sich einige Moderatoren allerdings nicht abfinden und schmeißen schon eher das Handtuch: So verabschiedet sich Norbert Rudnitzky kommende Woche von seiner Sendung, die er zusammen mit Oliver Kehnen gestaltet. Technoproduzentin Marusha, die derzeit auch in der Jury der TV-Casting-Show „Popstars“ sitzt, will ebenfalls zum Ende des Monats aufhören, wie sie in ihrer Sendung verkündet hat. Diese Entscheidung kommt selbst für den Senderchef überraschend. „Wir denken jetzt über eine Zwischenlösung bis Ende des Jahres nach“, sagt Stefan Warbeck.

Nachgedacht wird auch über die weitere Zusammenarbeit mit Star-DJ Paul van Dyk: Mit ihm laufen noch Gespräche. Für alle anderen werden derzeit „weitere Verwendungsmöglichkeiten“ geprüft, so Warbeck. Für den „Soundgarden“ suche man bereits „neue Talente, die dieser Sendestrecke würdig sind“. hey

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