Medien : Rein in die Matrix

Das neue Atari-Spiel für PCs und Videokonsolen

Zwanzig Jahre, nachdem aus dem Film „E. T. Phone Home“ erstmals zugleich ein Computerspiel entstand, erscheint wieder ein Kinotitel unter dem Markennamen Atari. Auch dieses Mal geht es um Superlative: Für „Enter the Matrix“ entwickelten die Regisseure Andy und Larry Wachowski ein eigenes Drehbuch und schufen eine Stunde Extra-Filmmaterial.

Am Drehort in Sydney wurden rund 25 000 Fotos geschossen und etwa 1000 verschiedene Kampfmanöver unter der Regie von Yuen Wo-Ping mit dem Motion-Capturing-Verfahren aufgenommen. Atari (zuvor Infogrames) kaufte den Entwickler Shiny Entertainment gleich als komplette Firma ein. Weltweit wurden zum Verkaufsstart von „Enter the Matrix“ für alle Konsolen (Playstation2 / Xbox / Gamecube) und PCs insgesamt vier Millionen Exemplare des Spiels in die Läden gestellt.

Da stellt sich die Frage: Wie spielt sich das digitale Leinwandabenteuer?

Als spielbare Charaktere stehen die Raumschiffpilotin Niobe und Waffenspezialist Ghost zur Auswahl. In die Rolle der Hauptdarsteller des Films – Neo, Trinity, Morpheus – kann man leider nicht schlüpfen. Es dauert nur wenige Minuten, bis man sich in der für die Matrix-Welt typischen Atmosphäre zurechtfindet. Vor allem die sehr gelungene Echtzeit-Zeitlupe – „Bullet-Time“ genannt – hat Suchtpotenzial, wäre sie nicht auf 30 Sekunden begrenzt. Prinzipiell soll das Spiel durchaus auch für Anfänger geeignet sein. Doch sollte man sich nicht überschätzen. Sonst wird es ein kurzer und frustrierender Ausflug in den virtuellen Raum der Matrix.

Zur Navigation und Orientierung steht ein Kreiselkompass zur Verfügung. Ein netter Einfall ist auch das „Hacking-System“, in das beispielsweise Schummelcodes eingegeben werden können. So schaltet der Code 0034AFFF unbegrenzte Munition und Lebensenergie frei. Über das Hacker-Menüfeld werden dem Spieler aber auch Nachrichten von Neo oder Morpheus zugespielt. Oder man lässt sich die freigespielten Extraszenen zu „Matrix Reloaded“ vorspielen.

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