Medien : Reise um die Welt

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Tom Peuckert verrät,

was Sie nicht verpassen sollten

Wer seine Ferien immer am gleichen Badestrand verbringt und noch nie das Ende der Welt sehen wollte, der kann wenigstens mit dem Kulturradio auf große Fahrt gehen.

Hier gibt es täglich Bildungsreisen in die äußersten Winkel des bewohnten Universums. Um nur eine kleine Auswahl aus dem Programm der nächsten Tage zu treffen: „Von wegen Fahrräder“ heißt ein Feature von David Kaden, das den geneigten Hörer nach Asien führt. Erzählt wird vom Weg Vietnams in das neue Jahrtausend. Wie sich eine pro forma sozialistische Gesellschaft mit der Marktwirtschaft arrangiert. Wir lernen die asiatische Variante eines großen Umbruchs kennen, der auch die Deutschen beschäftigt hat.

Autor Kaden begleitet einen Vietsen, der nach zehn Jahren erstmals in seine Heimat zurückkehrt. Er hat in Deutschland Jura studiert und als Rechtsanwalt gearbeitet, jetzt trifft er seine vielköpfige Familie wieder. Kaden ist mit dem Mikrofon immer dabei (Deutschlandradio, am 7. August, 19 Uhr 05, UKW 89,6 MHz).

An bekannte und beliebte Urlaubsadressen führt uns das Literaturfeature „Das kaputte Meer“ von Gabriella Vitiello und Frank Helbert. Es geht um die zeitgenössische Literatur in der Küstenstadt Neapel. Wie es sich schreibt in der Hitze des urbanen Südens. Zwischen Dolce vita und Mafia-Regime, prachtvoller Tradition und großstädtischem Verfall. Die Autoren erklären uns, wer heute in Neapel welche Literatur macht, und was davon man unbedingt gelesen haben muss (SWR 2, 6. August, 21 Uhr, Kabel UKW 107,85 MHz).

„Die Freude und das schmerzhafte Gefühl“ heißt eine Sendung von Sebastion Bargon über die Musik am Mittelmeer. Der Sound des Mediterranen. Am Kreuzweg von Folklore und globalem Popgeschäft, traditionellem Belcanto und modernem Lebensgefühl. Auch Neapel ist Station einer imaginären Reise, die von Istanbul bis nach Porto führt. Wir hören türkischen Gazal-Gesang, bosnische Liebeslieder, Fado, Flamenco und manch anderen Ohrenschmaus (SWR 2, 9. August, 14 Uhr 05).

Aus kühleren Gegenden berichtet Helga Hirsch in ihrem Feature „Zweierlei Erinnerungen“. Die Reise geht ins nordöstliche Polen, dicht an die Grenze zu Litauen. Eine Landschaft, die traditionell jüdisch besiedelt war. Noch steht die Synagoge auf dem Marktplatz der kleinen Stadt Tykocin, aber es gibt hier schon lange keinen Juden mehr. Immer öfter kommen Besucher aus Israel und zwingen die polnischen Stadtbewohner zur Erinnerung (Deutschlandfunk, 6. August, 19 Uhr 15, UKW 97,7 MHz).

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