Medien : Rentnergang auf Mörderjagd

„New Tricks“: Originelle britische Krimireihe im ZDF

Tilmann P. Gangloff

Schon der Einstieg in den Krimi „New Tricks“ lohnt das Einschalten: Als eine Spezialeinheit eine Geisel befreien will, geht alles schief. Erst wird ein Hund erschossen, dann fällt die Geisel aus dem Fenster – das Ende einer viel versprechenden Karriere, denn die leitende Kommissarin Sandra Pullman wird selbstredend zum Gespött der Medien. Aber sie bekommt eine neue Chance: Sie soll eine Sonderkommission zusammenstellen, die sich um ungelöste Fälle kümmert. Spitzname: „Sondereinheit für Beschäftigungstherapie“. Pullman macht das Beste draus und stellt eine hochkarätige Truppe zusammen, deren Mitglieder betagt, aber noch reichlich rüstig sind.

Autor Roy Mitchell erzählt in der ersten Folge der neuen britischen Krimireihe einen klassischen, verzwickten Fall. Ein vermeintlicher Mörder muss nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden, weil die neuen Möglichkeiten der Forensik Zweifel an seiner Schuld geschürt haben: Seine DNA passt einfach nicht zu jener, die bei dem Mordopfer gefunden wurde. Pullman soll den Fall wieder aufrollen. Origineller als die mitunter etwas unüberschaubare Geschichte sind die Figuren, mit denen sich die Kommissarin (Amanda Redman) umgibt. Das gilt nicht nur für die Biografien dieses Trios, sondern vor allem für die Darsteller: James Bolam, Alun Armstrong und Gerry Standing sind mehr als sehenswert.

„New Tricks“: ZDF, 22 Uhr

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