Medien : Reporter von ARD und ZDF bleiben in Kairo

Ausländische Journalisten sind im Krisenherd Ägypten weiterhin bedroht. Die Sender ARD und ZDF wollen ihre Korrespondenten trotz gewalttätiger Übergriffe aber vorerst nicht abziehen. In den vergangenen Tagen berichteten Medien von einer gezielten Verfolgungsjagd auf ausländische Journalisten. Regimeanhänger von Husni Mubarak schlugen auf Reporter ein und nahmen ihnen ihre Ausrüstung weg. Nachdem das ARD-Studio in Kairo aus Sicherheitsgründen geräumt werden musste, waren der Korrespondent Jörg Armbruster, sein Kollege Alexander Stenzel, ein Kameramann und ein kleines lokales Team in der Nacht zum Freitag in ein Hotel ausgewichen. Tagsüber hätten sie sich auf die Suche nach einem Quartier in einer sicheren Gegend in der ägyptischen Hauptstadt gemacht, sagte ein SWR-Sprecher. Ähnliches gilt für das ZDF-Team um Reporter Dietmar Ossenberg. Eine am Freitag festgenommene Arte-Journalistin kam wieder auf freien Fuß.  Der Deutsche Journalisten-Verband kritisierte das Vorgehen der ägyptischen Sicherheitskräfte. „Attacken auf Journalisten sind ein Verbrechen“, sagte der Bundesvorsitzende Michael Konken. Er forderte die Bundesregierung auf, sich stärker als bisher für die Sicherheit der Journalisten einzusetzen. „Der Bundesaußenminister sollte sich nicht auf die Bekanntgabe von Reisewarnungen beschränken“, sagte Konken.    dpa

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