Revirement : Aufsteiger, Rückkehrer, Verlierer

01.08.2012 00:00 Uhrvon
Foto: ProSiebenSat 1
Foto: ProSiebenSat 1

Heftig dreht sich das Personalkarussell beim Fernsehkonzern ProSiebenSat 1 und bei der Produktionsfirma TeamWorx UFA.

Die Sender des Fernsehkonzerns ProSiebenSat 1 bekommen eine neue Führungsriege. Jürgen Hörner (47) wird am 1. Oktober Vorsitzender der Geschäftsführung der ProSiebenSat 1 TV Deutschland GmbH, teilte das Unternehmen mit. Seit März übt er diese Funktion zusätzlich zur Geschäftsführung von ProSieben bereits kommissarisch aus. Konzernchef Thomas Ebeling begründet Hörners Ernennung damit, dass dieser „die DNA von ProSieben und Kabel Eins in seiner Zeit als Geschäftsführer entscheidend geprägt hat“. Überhaupt will Ebeling Spitzenpositionen mit Mitarbeitern besetzen, die den Konzern von innen kennen und sich dort bewährt haben. So steigt Wolfgang Link (44), derzeit Unterhaltungschef der Konzernsender, zum ProSieben-Chef auf, womit die Entertainmentausrichtung des Junge-Publikum-Programms verstärkt werden soll.

Als Sensation darf gewertet werden, dass Ebeling Nicolas Paalzow nach München zurückholt. Der Fernsehmanager arbeitet noch bei der MME Entertainment GmbH und wird wie seine Kollegen seine neue Stelle am 1. Oktober anstreten. Paalzow war Chef von Kabel Eins und bis zu einer Entlassung 2004 von ProSieben. Jetzt, mit 45 Jahren und offensichtlich gereift, wird er Chef des Familiensenders Sat 1.

Für Palzow verlässt Joachim Kosack das Unternehmen und wechselt als Geschäftsführer zur Produktionsgesellschaft UFA, wo er 1996 als Autor, Regisseur und Producer anfing. Kosack hat bei Sat 1, wie Ebeling rühmt, „das Herz der deutschen Fiction wieder zum Schlagen gebracht“. Kosack steht für Erfolge wie „Die Wanderhure“ oder „Der letzte Bulle“, für einen auffälligen Gesamterfolg von Sat 1 er nicht, dazu ist bei den Engagements von Johannes B. Kerner und Harald Schmidt zu viel schiefgelaufen.

Joachim Kosack wird mit Nico Hofmann und Jürgen Schuster den neuen Bereich „TeamWorx UFA“ leiten, teilte die UFA zur künftigen Struktur ihres fiktionalen Produktionsgeschäftes mit. Dieser Bereich werde die Aktivitäten der UFA Fernsehproduktion, der Produktionsfirma TeamWorx und der UFA Cinema umfassen. Norbert Sauer wird dafür als UFA-Geschäftsführer „abberufen“, nach über 30 Jahren im Unternehmen. Joachim Huber

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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