Medien : Robinson-Listen gegen Werbeflut

Matilda Jordanova-Duda

Wie man sich mit Einträgen in Robinson-Listen vor unerwünschter Werbung schützen kann - vor ein paar Tagen weckte der "Tagesspiegel" mit diesem Thema das Interesse zahlreicher Leser. Hier noch einige Adressen dazu. Die Robinson-Liste des Deutschen Direktmarketing Verbands (DDV) gilt nur für personalisierte Werbebriefe, das heißt, wenn der Verbraucher persönlich angeschrieben wurde. Der Antrag ist schriftlich zu stellen. Die Unterlagen kann man per Post oder Telefon anfordern (DDV, Stichwort "Robinson-Liste", Postfach 1401, 71243 Ditzingen, Tel. 07156/951010, Fax 07156/304220). Wenn mehrere Bewohner eines Haushalts keine Werbepost wünschen, muss sich jeder einzeln in die Liste eintragen.

Wer keine Prospekte mehr bekommen will, sollte einen Aufkleber auf den Briefkasten anbringen: "Bitte keine Prospekte einwerfen!" Den Aufkleber kann man bei der DDV-Geschäftsstelle bestellen (Tel.: 0611/9779330). Faxbesitzer sollte die Robinson-Liste des Verbands Bitkom vor unerwünschten Werbe-Faxen schützen. Achtung: Nur die angeschlossenen Rundversender halten sich an die Sperrung! Das gilt übrigens für die anderen Listen genauso. Die Firma Retarus betreut diese Liste (Faxabruf unter 01805/000761).

Die jeweiligen Schutzlisten für Mail, Telefon und SMS wurden im Jahr 2001 vom I.D.I. (Interessenverband Deutsches Internet) eingerichtet. In jede muss man sich gesondert eintragen. Nach Angaben des Verbands haben das bisher rund 41500 (E-Mail), 6500 (SMS) und 7500 (Telefon) Werbeverweigerer getan. Der I.D.I. bietet Freiberuflern und Mittelständlern einen "Schutzbrief" gegen unerwünschte Werbung. Das kostet 20 bis 120 Euro pro Jahr, beinhaltet Sicherheitsberatung und juristischen Beistand. Der Eintrag in jede der genannten Robinson-Listen ist kostenlos.

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