Medien : Rot-schwarzes Gipfeltreffen

Wenige Tage vor der entscheidenden ZDF-Intendantenwahl am 18. Januar wollen sich die Regierungschefs von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Kurt Beck (SPD) und Bernhard Vogel (CDU), treffen. Sie werden am Montag über die Intendantenwahl sprechen, bestätigte der Sprecher der Erfurter Staatskanzlei, Wilfried Rudolph, auf Anfrage. "Das Treffen wird weder in Mainz noch in Erfurt sein." Über Kandidaten wollte er sich nicht äußern. Beck und Vogel sollen zwischen den politischen Lagern im Fernsehrat vermitteln.

Die Wahl des Nachfolgers von ZDF-Intendant Dieter Stolte war im Dezember vertagt worden, nachdem keiner der beiden Kandidaten die erforderliche Drei-Fünftel-Mehrheit im 77-köpfigen Fernsehrat bekam. Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Helmut Reitze und die Direktorin des NDR-Landesfunkhauses in Hamburg, Dagmar Reim, hatten sich zur Wahl gestellt. Reitze wurde von dem der Union nahe stehenden Freundeskreis unterstützt, während Reim den Freundeskreis der SPD auf ihrer Seite hatte. Reim zog ihre Kandidatur danach zurück.

Die Spekulationen über neue Kandidaten halten unterdessen an. So wurde ARD-Programmdirektor Günter Struve genannt, der sein Interesse an der ZDF-Intendanz allerdings dementiert hat.

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