RTL startet neue Nachrichtenplattform : Auf einen Snack mit Peter Kloeppel

RTL will auch jüngere Zuschauer mehr für Nachrichten interessieren und startet eine neue Online-Plattform.

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Peter Kloeppel gibt die Chefredaktion von RTL ab - zugunsten seiner Familie.
Peter Kloeppel gibt die Chefredaktion von RTL ab - zugunsten seiner Familie.Foto: dpa

Peter Kloeppel kann diese Zahl selbst kaum glauben: Zum zehntausendsten Mal wird der 56-Jährige am 18. September „RTL aktuell“ moderieren, seit März 1992 ist er Chefmoderator der Nachrichtensendung – und das soll auch so bleiben. In Zeiten von schnelllebigen Youtube-Sendungen wollen weder Kloeppel noch RTL-Chefredakteur Michael Wulf, 56, Trends hinterherhecheln, sondern auf bewährte Gesichter setzen.

Vertrag mit Antonia Rados wird verlängert

„Nachrichten können Menschen heute jederzeit konsumieren. Nachrichtenfernsehen muss deshalb heute umso stärker eine Einordnung der Themen leisten und diese bekommen die Zuschauer am liebsten von vertrauten Moderatoren und Reportern“, erklärte Wulf am Mittwoch bei der Eröffnung des neuen RTL-Hauptstadtstudios in der Behrenstraße.

Der Vertrag mit Chefkorrespondentin Antonia Rados, 62, ist deshalb nun um weitere drei Jahre verlängert worden, insgesamt will die Kölner Mediengruppe das Netz ihrer Auslandskorrespondenten ausbauen. In Spanien wird ein neues Büro für Süd- und Südosteuropa eröffnet, aus dem die bisherige China-Korrespondentin Pia Schrörs, 38, berichten wird. Ihr Nachfolger in Peking muss noch benannt werden. Auch in Brüssel und Moskau will RTL künftig mit einem festen Korrespondenten vertreten sein.

Dennoch will sich RTL auch verstärkt den jüngeren Zuschauern zuwenden, im Oktober startet die neue Bewegtbild-Plattform RTL Next, die mit Videos und kurzen Texte Inhalte bieten soll, die gut auf mobilen Geräten zu konsumieren sind – quasi als Nachrichten-Snack zwischendurch. Viele Zuschauer würden heute Nachrichten verstärkt über Handys oder Tablet-Computer konsumieren, so Wulf. Das lineare Programm sieht der RTL-Chefredakteur trotzdem nicht gefährdet. „Irgendwann möchte jeder Mensch auch einmal entspannen, statt sich alle Inhalte selbst zusammensuchen zu müssen.“ Sonja Álvarez

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