Medien : Rudis Suchmaschine in der ARD

Michael Burucker

Rudis Suchmaschine ARD. Das Zusammenwachsen von TV und Internet muss Rudi Carrell falsch verstanden haben. Dass zwei ältere Herren in einen Laptop starren und erzählen, was sie gerade auf dieser oder jener Website sehen, ist damit sicher nicht gemeint. Rudi Carrell und Herbert Feuerstein beim Kamingespräch über das Internet - das hatte etwas vom putzigen Charme eines Loriot-Sketches. Allerdings ist diese wunderliche Veranstaltung als Unterhaltungssendung ernst gemeint. Klick - Rudi hat New York gefunden. Der Times Square, ruft er begeistert und Herbert Feuerstein erzählt von seiner Hochzeit in Las Vegas, was das Publikum wenig interessiert, das aber dann doch pflichtschuldigst kichert.

Und dann wird Rudis Suchmaschine zu Rudis Resterampe: "Tolle, noch zeitgemäße Sketche" aus Zeiten, in denen er Alleinherrscher über die Lachmuskeln war. Dass die "noch nie wiederholt wurden", hatte gute Gründe, wie die vergilbten TV-Schnipsel zeigten: Eine Dame zog sich die Bluse aus, ein Herr benutzte die Flugzeugtoilette - auch damals schon hielt das Fernsehen Einfalt für eine Pointe. Dem Nachruhm Rudi Carells dient das nicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben