Rundfunk Berlin-Brandenburg : RBB ab Mai mit neuer Struktur

Die ARD-Anstalt erhält eine gemeinsame Direktion für Hörfunk und TV.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) legt am 1. Mai seine Fernseh- und Hörfunkdirektion zu einer multimedialen Programmdirektion zusammen. Statt bisher 13 getrennte Radio- und Fernsehbereiche wird es dann fünf gemeinsame geben: Dabei handelt es sich um Information, Kultur, Neue Zeiten, Service und Sport sowie Zentrale Aufgaben Programm. „Wir wollen unser Haus zukunftsfähig machen. Der erste Schritt dazu ist die neue Struktur. Der zweite ist die medienübergreifende Zusammenarbeit von Fernsehen, Radio und Online“, begründete RBB-Intendatin Dagmar Reim am Sonntag die neue Struktur, die in den letzten zwölf Monaten erarbeitet wurde.

Die multimediale Programmdirektion sei kein Sparmodell, sagte Reim. Vielmehr sollen durch engere Planung und Abstimmung, durch kürzere Wege und durch die gemeinsame Nutzung von Audio und Video Freiräume für besseres Programm gewonnen werden. Die neue Struktur ist nach Angaben von RBB-Sprecher Ralph Kotsch kostenneutral. Auch an der Zahl der Mitarbeiter soll sich nichts ändern.

Im neuen Programmbereich Information sind künftig unter anderem die Radiowellen Inforadio, Antenne Brandenburg, radioBerlin 88,8, die Fernsehsendungen „Abendschau“, „Brandenburg aktuell“, „Klipp und Klar“ und „Kontraste“, die Regionalstudios in Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie die Regionalbüros in Perleberg und Prenzlau zusammengefasst. Zum Bereich Neue Zeiten gehören unter anderem die Wellen Radioeins und Fritz sowie die Sendungen „Thadeusz“, „Dickes B“ und „Stilbruch“. Auch die Online-Angebote des Fernsehens und der Radiowellen gehören zur neuen Direktion.

Bereits im Herbst 2008 hat der RBB-Rundfunkrat Fernsehdirektorin Claudia Nothelle zur neuen Programmdirektion gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. Mai an. Über die Führung der fünf multimedialen Programmbereiche wird in den nächsten Monaten entschieden. sag

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