Medien : Sabine Christiansen: Professionelle Trennung

Joachim Huber

Der privaten Trennung folgt keine berufliche: Sabine Christiansen führt die gleichnamige ARD-Talkshow als Produktion von Medienkontor in Berlin fort, teilte die Firma am Montag mit. Das Unternehmen gehört Theo Baltz, Noch-Ehemann von Sabine Christiansen. Christiansen und Baltz haben sich getrennt, Baltz soll eine Beziehung zur Fernsehmoderatorin Ulla Kock am Brink haben. "Die privaten Belange von Sabine Christiansen und Theodor Baltz berühren die berufliche Zusammenarbeit in keiner Weise", heißt es in einer Pressemitteilung. Sabine Christiansen wird mit den Worten zitiert: "Ich werde diese Sendung selbstverständlich weiterhin mit der Medienkontor GmbH produzieren." Christiansen ist als Moderatorin Angestellte von Medienkontor. Theo Baltz sagte: "Wir werden weiterhin so professionell miteinander arbeiten wie bisher." Der NDR als die verantwortliche ARD-Anstalt für "Sabine Christiansen" verwies auf den bis Ende 2002 laufenden Vertrag mit der Medienkontor GmbH. Nach Aussage von NDR-Sprecherin Iris Bents hat der Sender "ein sehr starkes Interesse an der Moderation von Sabine Christiansen und an der Fortsetzung der Talkshow über Ende 2002 hinaus".

Die Medienkontor GmbH gehört zu 100 Prozent Theo Baltz. Sie produziert Einzelsendungen wie die "Ustinov-Gala" für das ZDF und zahlreiche Regelprogramme: "Geo - Die Reportage" (MDR/arte), "National Geographic Explorer" (Vox), "Bizz" (Pro 7), "Tapetenwechsel" (Bayerisches Fernsehen) und das "Berlin-Quiz" im B 1-Programm. Die Firma ist ferner zu zehn Prozent an tv.nrw beteiligt, das am 1. Oktober starten soll. "Sabine Christiansen" ist nach Angaben von Medienkontor-Sprecher Stephan Clausen "Hauptumsatzträger" und für das Prestige der Firma außerordentlich wichtig.

Exakt sechs Millionen Zuschauer sahen Christiansens Talk am Sonntag. Bei der Live-Sendung zeigte sie sich von privaten Dingen unbeeindruckt. Konzentriert und zurückhaltend moderierte sie die Diskussion zum Thema "Der erste Krieg des 21. Jahrunderts - Wie können wir uns schützen?" Die Reaktionen der Zuschauer betrafen fast ausschließlich das Thema. Die ARD registrierte 70 E-Mails, alle äußerten sich zur Sache. "Die Brisanz des Diskussionsthemas hatte deutlich Vorrang vor der Brisanz der privaten Verhältnisse Sabine Christiansens", sagte ein ARD-Sprecher.

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